Ein Boot bringt mich von Rio Dulce nach Livingston. Die Fahrt dauert etwa 1,5 Stunden und Boote sind der einzige Weg nach Livingston zu kommen. Wegen der Naehe zur Karibik und der fehlenden Strassenverbindung in den Ort, ist Livingston karibisch gepraegt und nicht wirklich lateinamerikanisch. Viele der Einwohner sind Garifuna, Nachfahren schiffbruechiger Sklaven aus Westafrika.

Mit dem Boot nach Livingston

In Livingston angekommen werden Anne, Katrin und ich erstmal von Touts ueberrannt, etwa 10 Leute gleichzeitig wollen uns zu einem Hostel fuehren. Wir wissen zwar schon wo wir hin wollen, werden Einen aber nicht wirklich los. So fuehrt er uns zum Hostel und bietet mir auf dem Weg jede Menge Drogen an; guenstig und gute Qualitaet sagt er. Ich lehne ab und philosophiere eine Weile mit Katrin darueber, warum eigentlich immer nur Maenner in fremden Laendern Drogen angeboten bekommen.

Es ist heiss in Livingston. Zur Abkuehlung beschliessen wir bei den Sietes Altares baden zu gehen. Die Sietes Altares sind ein System aus Wasserfaellen und Pools. Der Fluss ist deutlich kuehler als das Meer und der Weg dorthin geht am Strand entlang.

Diese Vertrauen erweckende Bruecke ist der Start des Weges zu den Sietes Altares

Wir fahren also mit einem alten, kaputten Taxi, zur Bruecke ueber den Fluss und laufen los. Immer am Strand entlang, an Hotels vorbei, ueber Sand und durch das Wasser und ganz oft auch durch angespuelten Muell. Sandalen, Flaschen und Unmengen an Styropor werden hier angeschwemmt. Da niemand den Muell wegraeumt sieht es in Livingston am Strand nicht sehr einladend aus.

Karibischer Palmenstrand

Palmen saeumen den Strand und nach einer halben Stunde kommen wir an unserem Ziel an. Das Wasser ist kuehl und erfrischend, genau das Richtige in dieser Hitze.

Las Sietes Altares

Wir geniessen das Wasser fuer eine Weile, bevor wir uns auf den Rueckweg nach Livingston machen. Anne und Katrin wollen am naechsten Tag weiter nach Belize und die Faehre faehrt, bevor die Grenzstation in Livingston aufmacht. Sie muessen sich also vorher den Stempel holen, der 80 Quetzales kostet und einen Tag vor datiert ist.  Ausserdem hatte Livingston einen ganzen Tag keinen Strom und der Geldautomat ging nicht. Ich brauche aber dringend noch ein paar Quetzales, damit ich am naechsten Tag nach El Florido fahren kann. Der Grenzstation nach Honduras. Mein Ziel sind die Copan Ruinas.

Extra fuer Markus gibt's jetzt noch ein Bild. Stell dir einfach vor ich waer nackt... :-P

Das Zugabebild fuer Markus