San Juan del Sur ist eine Surfstadt. Ueberall gibt es Surfshops, Surfschulen und Surfer. Wer nicht zum surfen hier ist, ist zum Baden hier. Teure Shuttles fahren die Touris an die nahe gelegenen Straende. Eigentlich eine Stadt, die ich meiden wuerde. Einen Strand muss man dann in Nicaragua doch mal mitnehmen und ausserdem will ich doch mal eine Runde surfen.

 

Sonnenuntergang in San Juan del Sur

Gesagt, getan melde ich mich fuer eine Surfing Lesson an, huepfe mit dem Board auf den Pickup und los geht's zum Strand. Das Wetter und die Wellen sind perfekt, nur ein Problem gibt's: Kein Surflehrer am Strand. Der eigentliche Lehrer ist krank, und da ich der Einzige bin, wollen sie keinen Anderen schicken. Sie schicken aber dann doch noch jemanden, es soll auch nur eine Stunde dauern. So ist das eben in Central America.

Raul erklaert mir zuerst am Strand die Basics und wir machen eine Weile Trockenuebungen. Danach geht es ab in's Wasser. Raul gibt mir Zeichen, jetzt das Board drehen und drauf legen. Die Zehen sind im Wasser. Jetzt schwimmen, die Arme immer abwechselnd durch's Wasser ziehen. Die Welle kommt; 3-4 Sekunden warten, dann aufstehen. Zuerst den linken Fuss anwinkeln, dann darauf aufstehen und den rechten Fuss in die Mitte des Boards setzen. Leicht in der Hocke stehen und das Gewicht leicht nach vorne gelagert. Klingt nicht so schwer.

Die erste Welle kommt, ich paddle, die Welle traegt mich, das Board ist schnell. Ich warte zu lange mit dem Aufstehen. 3-4 Sekunden, nicht 10. Bei der zweiten Welle stehe ich zu frueh auf. 3-4 Sekunden nicht eine. Und das Gewicht mehr nach vorne. Die dritte Welle kommt. Ich paddle, das Board wird schnell, ich zaehle bis 3. Jetzt aufstehen, wacklige Angelegenheit. Ich stehe, yeah, ist das cool.