Whangamumu

Am Strand in der Bucht von Whangamumu.

Die Fahrt von Whangarei nach Paihia ist kurz. In Paihia angekommen haben wir erstmal nur ein Ziel: Den lokalen Tauchladen, um uns fuer einen Tauchkurs anzumelden. Gesagt, getan. Wir ueberlegen noch kurz, weil der Kurs zwar nur 4 Tage dauert, wir aber eine ganze Woche in Paihia bleiben muessen. Am Ende entscheiden wir uns aber die drei zusaetzlichen Tage zu nutzen um den Norden noch ein bisschen zu erkunden. Den Rest des Freitags verbringen wir dann auch prompt im Tauchladen und arbeiten uns durch die ersten beiden Kapitel Theorie durch.

Am Wochenende haben wir “frei” und so entscheiden wir uns am Samstag dafuer eine kleine Wanderung in Whangamumu zu machen. Ueber Weiden mit Schafen und durch subtropischen Urwald wandern wir fuer eine gute Stunde um zu einer entlegenen Bucht zu kommen. Das Wetter ist inzwischen wieder ein bisschen besser und so traue ich mich sogar hueft-tief in’s Wasser.

Whangamumu Bay

Die Bucht in Whangamumu.

Eine kurze Rast – und eine Handvoll Sandfliegenbisse – spaeter, setzen wir unseren Weg zur alten Walfangstation fort. Die Flut hat sich noch nicht ganz verzogen und so muessen wir einen Teil des Weges durch das Wasser waten. Ueber einen kleinen Huegel kommen wir zur alten Walfangstation, wo bis in das fruehe 20. Jahrhundert gefangene Wale verarbeitet und dann weiter verschifft wurden. Bis auf eine Handvoll Betonfundamente und den alten Kessel gibt es hier aber nicht viel zu sehen und so machen wir uns recht schnell auf den Rueckweg.

Whangamumu Whaling

Ueberreste einer alten Walfangstation in der Bucht von Whangamumu.

Fuer den naechsten Tag haben wir uns die Kauri Forests an der Westkueste als Ziel ausgesucht. Kauris sind die lokalen Mammutbaeume in Neuseeland und wurden – bevor sie unter Schutz gestellt wurden – von den Maori hauptsaechlich fuer ihre Kunst benutzt. Heute sind Kauris durch Kauri Dieback Desease bedroht, ein Pilz, der die empfindlichen Wurzeln der Baeume angreift.

Tane Mahuta

Der 2500 Jahre alte Tane Mahuta ist der groesste lebende Kauri.

Der groesste der Kauri Baeume ist Tane Mahuta. 2500 Jahre alt und ca. 18m hoch. Am beeindruckensten ist allerdings der sechs Meter breite Stamm. Wir wandern eine Weile durch den Wald und sehen eine ganze Menge Kauris, die Meisten allerdings noch jung und noch nicht ganz so imposant.

Kauri Forest

Der Weg durch die Kauris.

Am Montag ist das Wochenende vorbei und wir muessen wieder “bueffeln”. Zumindest ein bisschen Theorie zum Tauchen sollen wir noch machen, bevor es am Vormittag in den Pool geht. Wir ueben Wasser aus der Maske blasen, andere Taucher durch das Wasser schieben und unseren Auftrieb zu kontrollieren. Am Dienstag machen wir dann die Theoriepruefung, der erste grosse Schritt zum Taucher sein.