ACHTERBAHHHHHN

Sep 29, 2006 • fly.floh • USA 2006

Wie schon beim Six Flags Park dachten wir uns diesmal auch, dass es vielleicht gut wäre vorher nochmal im Netz zu gucken ob der Park überhaupt offen ist und ob es vielleicht irgendwelche Sonderkonditionen gibt. Also wir erstmal 'ne halbe Ewigkeit nach WiFi gesucht, irgendwann sind wir dann sogar fündig geworden, was ich gleich mal ausgiebig ausnutzen musste und mal wieder paar Sachen erledigen und 'ne Runde chatten (ist schon schön mal wieder was aus der Heimat zu hören).

Wir sind dann auch fündig geworden: Normaler Eintritt 51$, wenn man die Karten im Netz kauft 36$, einziges Manko: man muss sich die Karten selbst ausdrucken, braucht also einen Drucker, den wir natürlich nicht haben. Aber wozu gibt es denn Google-Maps und Internetcafes? Irgendwann halb nachts hab ich es dann also geschafft mich vom Rechner zu trennen und mich auf den Weg zu einem der rausgesuchten Cafes gemacht. Ich hab die Adresse sogar gefunden, leider nicht mehr, aber da es mittlerweile so ca. halb 3 war dacht ich mir ist es wohl besser sich erstmal hinzulegen und im hellen zu gucken.

Der Wecker hat auch pünklich 8:30 geklingelt und wir sind sogar aufgestanden. Das Internetcafe hat sich dann allerdings als W-Lan-Laden entpuppt, der zudem erst um 11 aufgemacht hat. Also nächste Adresse ansteuern und hoffen, dass man da mehr Glück hat. Dort war dann gegenüber 'ne Bibliothek und ich hab mich kurz an Schweden erinnert: da gibt es auch immer Internet, kostenlos. Zum Glück ist das hier nicht anders und die hatten dann sogar noch 'nen Drucker, perfekt!

Leider haben wir nach 10 Versuchen mit allen möglichen Kreditkarten nichts in der Hand, außer der Erkenntnis, dass es nicht klappt, wenn man nicht aus USA oder Canada ist. Enscheidung: Zum Park fahren und an der Kasse fragen, ob man da nicht irgedwas machen kann (im Backpackers in LA hats ja auch so geklappt...)

Am Park angekommen sind wir dann aber nicht mal bis zur Kasse gekommen, weil uns vorher schon jemand entgegen kam und Karten loswerden wollte. Nach kurzer Überlegung dachten wir dann, hmm warum nicht, zumal der Gute nur 30$ haben wollte (also nochmal weniger) und uns auch gleich angeboten hat, dass er mit direkt bis zum Eingang kommt, also wenn sie gefälscht gewesen wären hätten wir ihn noch in greifbarer Nähe gehabt. Brauchten wir aber nicht, da wir problemlos reingelassen wurden.

Logisch, als erstes 'nen Plan schnappen und sich im äußerst spannenden Star Tower erstmal 'nen Überblick verschaffen und mit Sonnencreme einschmieren.

Der Park ist aufgeteilt in Hollywood Plaza, Orleans Place, All American Corners, Kidzville, Boomerang Bay Beach Club (ein Wasserpark, daher nur im Sommer geöffnet), Nickelodeon Central (also genau das Richtige für mich ;) ), Action Zone und County Fair. Bei Nummer eins, drei, sieben und acht haben wir es geschafft maximal einwas wegzulassen (haben ja schließlich für alles bezahlt...).

Los ging es dann auch gleich mit dem ersten kleinen Rollercoaster: Top Gun, einer oben festgemacht, so dass man die Füße in der Luft hat Achterbahn, Stufe 4 (von 5).

Da das aber nicht so wirklich der tollste Einstieg war (man sollte den Magen doch langsamer an so einen Tag gewöhnen) haben wir uns dann erstmal auf 'nen 3er gestürzt: DROP ZONE Stunt Tower, bei uns besser unter den Namen Freifallturm bekannt:

Danach haben wir dann angefangen uns der Reihe nach alles mögliche anzutun, wie mehr Achterbahnen

Wasserdinger

Wasserdinger (Fett schwimmt oben)

Abkuehlung

Kurze Erfrischung

Karussel

Weitere "angsteinfloessende" Attraktionen

Holzachterbahn

Zur Abwechslung ne Holzachterbahn

Auslassen durften wir natürlich auch das Spongebob-3D-Kino und die nur einmal täglich stattfindende Parade nicht.

Weil es mittlerweile halb 6 war und der Park um 7 zugemacht hat haben wir uns dann direkt nach der Parade dem Tageshighlight gewidmet: dem einzigen 5er im Park, Invertigo, "America's first face-to-face coaster".

Aber ich muss sagen, naja wenn man den ganzen Tag nichts anderes macht, macht einem dieser Coaster dann auch nichts mehr aus. Flori war da nicht ganz meiner Meinung.

Da wir damit dann soweit eigentlich alles einmal gemacht haben sind wir dann verschieden Sachen nochmal gefahren, die Karten galten ja immerhin bis um sieben...

Krönender Abschluss war dann nochmal eine Runde Autoscooter.

Alles in allem muss man sagen hat es sich auf jeden Fall absolut gelohnt und schade, dass bei uns Land so teuer ist und deswegen die Achterbahnen nicht größer sind, sonst könnte man so einen Tag eigentlich öfter mal machen :)

Also gelohnt hat es sich dafinitiv und wenn man, so wie wir, nicht gerade im Sommer hingeht halten sich auch die Wartezeiten in Grenzen.

Mit wieder beruhigtem Magen

Christian

Sillicon Valley

Sep 29, 2006 • fly.floh • USA 2006

Der erste Plan für den anstehenden Tag war Baden gehen, schließlich gab es direkt neben unserer Schlafstelle einen See. Da dieser aber leider von einem County Park umgeben war und wir Eintritt hätten zahlen müssen, haben wir unsere Pläne kurzfristig geändert und sind Richtung Sillicon Valley gefahren. Hier stand zunächst die Stanford University, eine teure US-Privatuni auf dem Programm. [C: Mussten doch schonmal gucken wo wir unser Auslandssemester verbringen :P] Nachdem wir unser Auto auf einem kostenlosem Parkplatz abgestellt hatten haben wir uns auf den Weg über den schönen Campus zum Bookshop gemacht, der laut Reiseführer eine riesige Auswahl an IT-Büchern bieten sollte. Also perfekt für mich :)

Erstmal haben wir aber eine Ewigkeit gebraucht um den Bookshop zu finden, die Ausschilderung war nämlich erstens schlecht und zweiten für Autos gemacht. Ein netter Student hat uns dann aber weiter geholfen und wir sind doch nocht fündig geworden. Die Auswahl an Computerbüchern war dann zwar nicht überwältigend aber doch recht groß und so habe ich sogar ein Buch gefunden. Christian ist in der Abteilung Sonderangebote auch noch fündig geworden und so haben wir den Laden nach einer knappen Stunde wieder verlassen.

Der nächste Programmpunkt war nun 367 Addison Ave, die Garage in der 1937 Hewlett-Packard gegründet wurde.

Der Geburtsort von Silicon Valley

Der Geburtsort von Silicon Valley

Nun mussten wir nur noch das Auto waschen (Markus wollte Bilder zum verkaufen haben),

Geile Karre

Isser nich schick?

und nach wi-fi suchen um uns über Paramount's Great America zu informieren, doch dazu morgen mehr.

Tourist Trap

Sep 29, 2006 • fly.floh • USA 2006

Unseren letzten Tag in Pinnacles wollten wir nochmal klettern gehen und nachmittags dann zur Küste weiterfahren.

Erstmal musste aber wie immer ein ausgedehntes Frühstück her, schließlich will man sich nur gut gestärkt in unbekannte Wände wagen. Schon auf dem Parkplatz fiel uns der große, gelbe Schulbus auf, der sich dort breit gemacht hatte. Unsere Picknickarea war mit Schulkindern gut gefüllt, aber wozu hat man denn einen Laptop? Einfach die Musik etwas lauter drehen und schon sind nur noch die bettelnden Tiere ein Problem. :)

Nach dem Frühstück gings nun die unheimlich weiten 500m zum Felsen mit dem verheißungsvollen Namen "Tourist Trap". Was uns dort erwartete waren noch mehr Kinder und eine nette Betreuerin, die uns sagte, dass sie den Kindern klettern beibringen wollte und in zwei Wege Seile eingehängt hatte. War für uns aber kein Problem, da wir sowieso nicht vorhatten einen der Wege zu klettern. Wir gingen also zu unserer schönen 5.8+, die ich extra rausgesucht hatte. Für einen angstfreien Vorsteiger wie mich kein Problem. ;) Naja ich geb's ja zu war auch ein gut gesicherter Weg. :)

Die anderen Wege waren ja schon besetzt, also hatten wir auch gleich eine "Ausrede" nicht noch mehr zu klettern. ;)

Der Weg zur Küste war zunächst ziemlich unspektakulär. Da wir aber auf dem Weg durch ein Militärgebiet mussten hatte wenigstens Christian noch was zum gucken, was sich in regelmäßigen "Woa, geiler Militärüungsplatz" entlud. Tja diese Ex-Bundis eben. :P

Danach wurde wenigstens die Straße interessant - also eng und kurvig. :)

Irgendwann lichtete sich dann auch der Wald um uns herum und wir bekamen folgendes zu sehen:

Kueste

Die amerikanische Westkueste

Steilkueste

Steilkueste zwischen San Luis Obispo und Monterey

Nach einer weiteren Ewigkeit bogen wir dann auf den Coast Highway 1 ein, an dem sich ein State Park an den anderen reiht. Da unser Nationalpark-Pass in State-Parks nicht gilt sind die uns aber zu teuer und wir zogen es vor den Ausblick von der Straße aus zu genießen. Abends haben wir uns zum pennen in einen der zahlreich vorhandenen Turn-Outs gestellt.

Den nächsten Tag ging's an der Küste erstmal weiter bis Carmel, eine Stadt mit 3000 Einwohnern und 45000 Gift-Shops.

Natürlich nach dem ausgedehnten Frühstück am Strand. :)

Der Strand war über eine eigens gebaute Treppe gut zu erreichen, ansonsten aber ein nettes Fleckchen.

In Carmel konnte man auch wieder an den deutschen Autos erkennen, dass hier keine armen Menschen leben. Und auch wenn der Strand hier nicht schlecht war, waren wir nicht im Wasser, das Wetter war schließlich ausnahmsweise mal nicht so der Bringer.

Da Markus in Gardiner den Deckel vom Bremsflüssigkeitsbehälter des Plymouth verloren hatte und dieser seitdem von einen Provisorium [C: Nein, wir haben definitiv nicht nur einen Versuch unternomen das Loch dicht zu kriegen] ersetzt wurde entschieden wir uns nochmal schnell in einem Autoteile-Laden nach einem Ersatz zu suchen, der uns aber auch zu teuer war (die wollten 10$ für den Scheiss; wir haben inzwischen ein Doppelpack für 6$ gekauft). Im Nachbarladen machten wir uns auf die Suche nach einem Dosenöffner, die hatten aber auch keinen gescheiten. Als Ersatz gab's eine kleine Tüte Tortilla-Chips mit Käse-Dip

Chips und Kaese Dip

2,5kg Chips und 3kg Kaese Dip

Da es langsam Abend wurde haben wir dann noch in einem netten Restaurant einen echt verdammt leckeren frischen Fisch verspeist. Wir sind dem #1 dann noch bis Santa Cruz gefolgt um nochmal ins Internet zu gehen, nebenbei konnte man da am Strand auch noch ein kühles Bierchen genießen. Beim Verlassen der Stadt fielen uns die vielen Leute in unserem Alter auf, vorallem die Weiblichen, siehe Bild. :D

Hingucker

Wo er nur schon wieder hin guckt?

Von daher entschieden wir uns dann spontan noch einen der zahlreichen Clubs zu besuchen. [C: Ich hatte es vorher schon vor, da im Reisführer stand, dass Santa Cruz das Jugendzentrum sei.]

Nachdem wir dann aber ca. eine halbe Stunde durch die Straßen gelaufen sind und aus allen Clubs sehr komische Musik schallte, verflog unsere Motivation recht schnell. Christian ist dann noch nach San Jose weiter gefahren und hat dort einen netten Schlafplatz gefunden. :) [C: hätte ich mir auch schenken können, Flori hat eh die ganze Zeit gepennt]

Gruß

Flo(h)

Klettern

Sep 29, 2006 • fly.floh • USA 2006

Da die Nacht ja etwas länger war sind wir nicht so früh losgekommen, aber bei unserem derzeitigen Trainingszustand (wobei ich immerhin schon wieder mit Frühsport angefangen hab *angeb*, Flori nicht, der faule Sack) schafft man eh nicht mehr als 2-3 Wegen pro Tag und dafür hat die Zeit noch locker gereicht.

Also auf zur Dicovery Wall, einem Fels, an dem nicht nur Wege dran sind die wir auch hochkommen, sondern auch die 3 schönsten im Gebiet. Als erstes haben wir uns eine 5.6 rausgesucht, man muss ja klein anfangen... Und da Flori der unängstlichere von uns beiden ist hab ich mich im Vorstieg probiert, dann hätte er notfalls übernehmen können, wenn ich nicht mehr weiter gekommen wäre. Aber es war sowohl gut genug gesichert als auch leicht genug, so dass ich es sogar ganz allein geschafft hab *stolz auf mich sei*

Oben haben wir uns dann erstmal die Sonne auf den Bauch scheinen lassen bevor wir dann in den nächsten Weg eingestiegen sind. Der Gerechtigkeit halber war jetzt Flori an der Reihe. Leider war es diesmal aber 'ne 5.9 und er musste am 2ten Ring passen. Also hab ich nach einigen Versuchen dann übernommen. Sowas hatten wir im Joshua Treedoch schonmal, nur umgedreht. Ich hab es dann tatsächlich geschafft mich über die Stelle hinweg zu fürchten. Dann hab ich es gemacht wie wir es von unseren Eltern gelernt haben: Wenn du nicht weiter weißt, einfach immer nach oben klettern. Und nach dem 5ten ich glaub hier ist die Stelle, an der es 5.9 ist wurde es dann irgendwann nochmal kurz leicht, bevor ich auf oben angekommen bin. Schöner Weg!

Zum Glück hatte ich auch Olafs Expressen verwendet, so dass Flori 'nen Grund hatte es auch nochmal zu versuchen und auch ihm hat der Weg dann echt gefallen, so ein Strick, der da schon in der Wand hängt hängt macht halt Mut :)

Weil wir trotz allem aber doch schneller waren als geplant hatten wir sogar noch Zeit noch was zu klettern. Der drittschönste Weg im Gebiet war absolut schlecht gesichert, so dass wir uns gesagt haben, dass wir uns das nicht geben müssen (ihr wisst ja , der ganze Zettelkram und den Eltern erklären und so...). Hochmotiviert vom schon geschafften bin ich nochmal in 'ne 5.11 eingestiegen (okay, ich gebs zu: bis zum 4ten Ring war es 5.9 und da hing ein Karabiner drin, dass man 'ne gute Umlenke hat). Naja, ich bin bis zu dem Karabiner gekommen, aber ich sags mal so wie es war: Zum Glück hatte ich vorher nichts getrunken, damit war nichts da was ich mir hätte einmachen können. Scheiß Weg!

[ Anmerkung Flo: Da war nur mal wieder einer überängstlich, das war ein Zug zum letzten Ring und der war nichtmal schwer ;) ]

Danach hatten wir dann wirklich keine Lust (und vorallen auch Kraft) mehr und haben uns wieder zurück zum Auto begeben, nochmal schön Nudeln gekocht und sind dann auf unseren Schlafplatz zurück gefahren.

Heute leider keine Fotos, da wir keinen Fotoapparat mithatten.

Christian

Pinnacles

Sep 29, 2006 • fly.floh • USA 2006

Die Fahrt vom Yosemite NP zum Pinnacles NM war voll unspannend, das einzige was wir an dem Tag erlebt haben ein absolut unfreundlicher Zeltplatzwärter direkt vorm Park. Gut, vielleicht hätte ich ihm nicht sagen sollen, dass wir auf seinem Parkplatz stehen und sein Internet nutzen um uns 'nen anderen Platz zu suchen, weil seiner viel zu teuer ist. Aber trotzdem, soll sich mal nicht so haben.

Auf der Suche nach 'nem schönen Turnout haben wir dann ein NP-Schild gesehen, wo drauf stand, dass illegales Campen in Nps 500$ kostet, also sind wir doch lieber ein kleines Stück weggefahren, weil nicht wirklich ersichtlich war wo der Park nun anfängt.

Am nächsten morgen im Visitorcenter im Park hat sich dann rausgestellt, dass wir trotzdem drin standen, weil der Park im März vergrößert wurde und unsere Karte halt ein wenig älter war. Aber die Rangerin war eh voll cool drauf, war übelst entsetzt, dass der Campingplatz (der sich mittlerweile auch im Park befindet) so teuer ist und hat die ganze Umgebung abtelefoniert, ob es nicht irgendwo sinnvoll was preiswerteres gibt. Da dies ziemlich erfolglos war hat sie uns dann unter der Hand empfohlen, dass wir uns einfach irgendwo außerhalb vom NM neben die Straße stellen sollen :)

Da es aber schon ein wenig später war und wir uns nicht so wirklich zum klettern motivieren konnten sind wir einfach 'ne Runde wandern gegangen. Außerdem hatte die Rangerin uns gesagt, dass die Grotte gerade geöffnet ist und wir uns dachten, eh wir dann morgen dahin gehen, wenn wieder zu ist machen wir das doch lieber heute gleich.

auf zu grossen Taten

auf zu grossen Taten

An der Schranke angekommen haben wir dann ein halb verrostetes Schloss gefunden, naja, scheinbar ist gerade geöffnet nicht heute sondern im Sommer, egal, trotzdem durchgehen. Die Grotte war dann auch ziemlich cool, auch wenn wir die Lampen nicht so unbedingt gebraucht hätten...

drin

drin

aehh, ja...

aehh, ja...

ausgang

naja, schon spannendere Grotten gesehen

Wieder draußen haben wir dann unsere erste lebende Schlange gesehen seit wir hier sind, war zwar keine Rattle Sake, aber besser als nichts:

Snake

Snake

Wesentlich schöner war da schon das Wasserreservoir direkt nach der Höhle. Es hat uns so gut gefallen, dass wir da erstmal in Ruhe Mittag gemacht haben (also ein Bierchen getrunken).

Tiere

Flo musste erstmal Tiere fotografieren

Der See

Der See

Weiter ging es dann in ziemlich vielen Kurven auf den Bergrücken, wo wir zu meiner Freude endlich mal ein tolles Tier gesehen haben:

Tarantel

Tarantel

Leider sind die anderen Bilder nichts geworden und wir wollten die kleine (also Handgroße) Tarantel dann nicht weiter ärgern und haben unseren Weg fortgesetzt.

Oben angekommen konnten wir dann in Ruhe den Ausblick genießen, während der Weg auf der Höhe weiter ging.

Zu sehen gab es außer schöner Landschaft dann auch noch viele Falken und einen Condor, der sich aber leider ein klein wenig im Baum versteckt hat, aber wir haben ihn trotzdem entdeckt.

Abends haben wir dann noch gemütlich im NM gegessen, bevor wir uns auf den Weg direkt davor gemacht haben um unseren Schlafplatz zu belegen. Und weil wir ja definitiv am nächsten Tag klettern gehen wollten, haben wir uns auch gleich nochmal bissel Mut angetrunken...

Mischung

Diese Mischung wird ihn in's Grab bringen

Zur Entstehung diese Bildes: Ich hab zu Flori nur gesagt: "Ich mach mir jetzt erstmal 'ne Mischung die mich ins Grap bringt." Und das fand er so lustig, dass er da gleich ein Erinnerungsfoto machen musste.

Also Prost!

Christian

Half Dome

Sep 28, 2006 • fly.floh • USA 2006

Mal so zum Vergleich: Wer sich noch an Grand Canyon erinnern kann weiß dass wir da für 1600 hm und 22 km hochzu ca. 9 Stunden gebraucht haben. Tip vom Ranger: Früh um 5 aufstehen, mindestens 8 Stunden einplanen.

Für den Half Dome hat der ADAC 1500 hm hoch und wieder runter, 27 km und 12 Stunden angekündigt. Also haben wir uns doch mal lieber den Wecker gestellt...

Aus dem ursprünglichen Plan um 8 loszumachen ist dann sogar ein um neun geworden, aber immerhin besser als unsere sonstigen Zeiten ;-)

Der Weg war auch ganz cool, mit paar Wasserfällen und schönen Ausblicken.

Zwischendurch haben wir auch immer mal die Zeiten mit den Touren zu den Wasserfällen verglichen und wir waren echt gut, nach ca. der Hälfte des Aufmarschs haben wir schon über eine Stunde gutgemacht.

Nach ca. 4 Stunden bot sich mir dann folgendes Bild:

Zu Floris Glück ist seine Brille kaputt und er sieht nichts, so konnte er die "unberührte" Landschaft noch ein paar Minuten länger geniessen, bis auch er dann gesehen hat, dass der dunkle Streifen da auf der Wand kein Felsspalt, sondern eine Menschenmasse ist, die so eine Art Ameisenstraße auf den Gipfel gebildet hat.

Das Problem ist einfach, dass dort ein Staalseil hochgeht, an dem sich nun ALLE Touris versuchen hochzufürchten (was ewig dauert) und dummerweise auch wieder runter (dauert dann natürlich noch länger). Dass es besser geht liegen am Anfang auch extra Handschuhe rum, damit man sich besser festhalten kann.

Aber da wir ja Kletterer sind und keine Lust hatten ewig zu warten sind wir dann einfach neben dem Kabel hochgelaufen, ohne Handschuhe natürlich (sonst verliert man doch das Gefühl für den Fels!). Dabei mussten wir uns dann auch noch von irgendwelchen komischen Leuten, die so aussahen, als ob sie es so gefährlich fanden, dass sie sich am liebsten gleich vor Angst einmachen würden, sagen lassen, dass wir doch vorsichtig machen sollen. Lächerlich!

Aber oben war der Gipfel dann zum Glück relativ groß, so dass sich alle verteilt haben und man doch in Ruhe die Aussicht geniesen konnte.

Blick ueber Yosemite Valley

Blick ueber Yosemite Valley, mit El Capitan im Hintergrund

Blick nach unten

Blick nach unten

Der Gipfel

Der Gipfel

Beim Weg nach unten haben wir es dann ganz drauf ankommen lassen: Getreu dem Motto wer bremst verliert haben wir den Abstieg, für den der Standardtouri so circa eine halbe Stunde brauchen, in 4-5 Minuten erledigt :D

Was 'n Spass und die ganzen dummen Kommentare, herrlich!!!

Die Stufen bis hin zum Seil waren dann fast noch witziger, da es in diesem Land echt Leute gibt, die zu dämlich sind mal ein paar Treppenstufen die ein paar Zentimeter von der Standardgröße abweichen hinabzusteigen. Dementsprechend sind wir die Serpentinen dann halt nicht ausgelaufen sondern einfach kurz die 1-2 Meterabsätze entweder direkt auf dem Fels lang runter gelaufen oder, wenn es sandig oder blöd war, einfach gesprungen.

Hier hat sich Flori sogar mal richtig gefreut, dass mir nich gleich das richtige Wort eingefallen ist: Frau (mitte 40) steht gerade dumm auf den Stufen rum und überlegt wie sie weiter gehen soll (Tip: einfach Schritt für Schritt vorwärts, immer nach unten dem Weg folgend). Wir gehen gemütlich auf dem Fels neben ihr lang, sie motzt uns an, dass wir doch auf dem Weg langgehen sollen, also ich nur: "Sorry, but then you shouldn't stay on the trail, I want to be back before sunrise." Na gut, eigentlich wollte ich vorm Sonnenuntergang sagen, aber Aufgang macht die Sache wirklich fast noch witziger...

Den Rest des Weges (ab da dann wieder relativ breit und flach) haben wir dann auch zügig hinter uns gebracht, ging ja nur noch runter...

Wieder am Wasserfall

Wieder am Wasserfall

Da wir aber weder Markus, noch die Rucksäcke mit voll viel Gepäck mithatten waren wir nach nicht mal 8 Stunden wieder am Zeltplatz und haben uns entschieden, dass wir ja nochmal im Wasserfall duschen gehen können, also ab in den kostenlosen Hybrid-Shuttlebus (ja auch Amis denken manchmal an die Umwelt, zum Glück gibt?s Nationalparks).

Leider war es aber ein Frühlingswasserfall, der durch schmelzenden Schnee gespeist wird, deswegen haben wir uns nur gemütlich 'ne Runde hingesetzt und ein Bierchen getrunken bevor wir dann wieder zurück gefahren sind und uns nach kurzem am Feuer sitzen dann auch gut erschöpft ins Bett gelegt haben.

Christian

Nette Amis, Kletterer und andere gute Geister

Sep 27, 2006 • fly.floh • USA 2006

Nachdem wir uns nun am Vortag paar große Bäume angeguckt haben wolten wir natürlich mehr davon. Und da der Yosemite NP bekannt dafür ist und gleich um die Ecke liegt bot sich das natürlich optimal an :)

Da wir von Süden gekommen sind war unser erster Stop auch gleich Mariposa Grove. Dieser Big Wood Forrest ist mit der Hauptgrund für die weltweite Bekanntheit vom Yosemite NP. Dagibt es auch allerhand tolle Bäume zu sehen:

Baum zum durchgehen

Baum zum durchgehen

Kleine Tannenzapfen

Kleine Tannenzapfen

Home, sweet Home

Home, sweet Home

Fallen Tunnel Tree

Fallen Tunnel Tree, 1968 umgefallen

Professionelle Baumvermessung

Professionelle Baumvermessung, es waren 17 Armlaengen

Danch haben wir uns dann auf gemacht Richtung Yosemite Village um da zu campen, denn für den nächsten Tag hatten wir uns großes vorgenommen: Einen Berg namens Half Dome, eine Wanderung von 1500 hm und 13 km und das ganze dann wieder zurück, laut ADAC 12 Stunden für den Rundtrip.

Im Village angekommen haben wir direkt erstmal die Campingplatzverwaltung angesteuert. Die konnten uns aber leider nicht weiter helfen, da die ca. 1000 Campgrounds, die sie verwalten alle restlos ausgebucht waren.

[Anmerkung hierbei: In Amerika mietet man sich einen kleinen Fleck wo man dann Platz für zwei Autos und Zelte, in einigen Parks Bärboxen wo man sein ganzes Essen reintun muss und 'ne Bank mit Tisch hat. Man kann sich also nicht einfach irgendwo hinstellen, wo es einem gerade gefällt so wie bei uns.]

Einzige Möglichkeit, die sie uns vorgeschlagen haben war raus zu fahren weiter in den Park rein und dort dann gucken. Wollten wir aber nicht, weil wir ja was vor hatten am nächsten Tag und uns die Stunde Autofahrt früh und abends sparen wollten. Da hatte der Reiseführer schon bessere Tips auf Lager: einfach mal schaun, ob irendwo nur ein Auto auf einem Campground steht und die Leute dann fragen, ob man sich mit dazu stellen kann (bezahlt wird ja eh pro Campground und da dürfen nunmal 2 Autos stehen). Also haben wir das Auto stehen lassen und sind 'ne Runde über den Zeltplatz spaziert. Da haben wir dann auch gleich welche gefunden, die kein Problem damit hatten. Nun hieß es nur noch die Stunde warten bis die Leute an der Schranke Dienstschluss haben um blöden Fragen aus dem Weg zu gehen und dann reinfahren. Die Zeit haben wir im Village verbracht, waren nochmal im Visitor-Center um uns Infos über Wasserstellen zu holen, dass wir nicht ganz so viel mitschleppen müssen und sind dann wieder zurück. Leider hatten die Wärter aber immer noch nicht ihr Lager geräumt und machten auch keinerlei Anstalten dies in nächster Zeit zu tun. Also sind wir erstmal wieder zum Auto zurück um noch ein wenig zu warten. Eine halbe Stunde später sind wir dann nochmal reingelaufen um den Leuten zu sagen, dass es wahrscheinlich noch ein wenig dauert bis wir dann mit Auto kommen, da mussten wir feststellen, dass unser Platz nun schon belegt war. Die Nachbarn waren zurück gekehrt und irgendwie war der Platz wohl mehr oder weniger doppelt belegt worden. Shit!

Naja, was blieb uns weiteres übrig als wieder von vorne zu beginnen und bei anderen Leuten anzufragen. Aber irgendwie wollten die, die wir uns rausgesucht hatten, sich nicht so wirklich überreden lassen. Glück im Unglück: Da kam einer auf uns zu, hat gemeint, dass er einer von den Nachbarn, die uns unseren Platz "weggenommen" haben ist und dass das eine Auto von denen gleich wegfährt, wir uns also bei denen hinstellen können. Juhu!

Weil wir nicht länger warten wollten hab ich Flori überredet einfach mal an der Einfahrt vorbei zu gehen und die zu fragen wie es denn aussieht, dass wir jemanden gefunden haben, der seinen Platz mit uns teilt, ob wir da reinfahren dürfen, ich bin derweile schonmal zum Auto zurück, dass sie wenn dann nur einen von uns gesehen hätten und wir uns noch andere Sachen hätten einfallen lassen können. [ Anmerkung Flo: Hey die Idee war von mir! ;) ]

Naja, paar Minuten später kam Flori dann mit 'nem Reinfahrdarfschein für unser Auto in der Hand an und meinte nur, dass alles kein Problem gewesen wäre.

[ Anmerkung Flo: KAUM ein Problem :D ]

Die Leute waren dann auch voll cool drauf, gegen Bush seinen Iraq-Krieg und für Recycling und so. Vernünftige Leute, Kletterer, Randsportler halt ;)

Zu essen gabs lecker Klöpschen mit Chili und Knoblauch vom Grill, also perfekte Stärkung für unsere Tour am nächsten Tag...

Christian

Achterbahnen und andere große Bäume

Sep 27, 2006 • fly.floh • USA 2006

Wie bereits angekündigt stand für den folgenden Tag Six Flags Magic Mountain auf dem Programm. Ein netter, kleiner Amusement -Park. Um es mit Jordans Worten zu bescheiben: "There isn't a ride that doesn't go upside down!"

Da Essen und Trinken in solchen Parks im Allgemeinen Recht teuer ist gehen wir vorher nochmal schnell in den Wal-Mart, vor dem ich am vorherigen Abend extra geparkt hatte. Leider gab es in diesem ausser Tiefkühlkost, Brot und Cola KEINE Nahrung. Also keine Wurst, keinen Käse, keine Milch usw. Krankes Land! Naja nach kurzer Suche sind wir dann noch auf einen anderen Supermarkt gestoßen, der sogar Essen im Angebot hatte.

Dann schnell noch einen kostenlosen Parkplatz gesucht und zu Fuß den Kilometer zum Parkeingang gelaufen, nur um dort von einer netten Dame im Auto gesagt zu bekommen, dass der Park um diese Jahreszeit nur noch am Wochenende offen hat, hrmpf hätte sie uns doch eher sagen können. Vielleicht hätte man auch mal ein Schild an die Parkeinfahrt (500m vorher) stellen können. Nunja auf dem Parkplatz haben wir noch schnell die wartenden Amis von ihrem "Glück" informiert und uns auf dem Rückweg zum Auto gemacht. Zum Glück war der Fußmarsch nicht lang, am Ende des Parkplatzes haben uns freundliche Amis einen "Ride" angeboten.

Okay: Tagesplanung umstellen. Also sind wir erstmal gemütlich zu "BevMo!" gegangen um uns dort mal umzuschauen. Die hatten sogar ein ganzes Regal voll deutschem Bier. Die Preise für ein Sixer gingen bei extrem günstigen 11$ los. Die 1,75l Smirnoff für 17$ waren da schon motivierender, Christian muss jetzt nur noch sehen, wie er die beiden Flaschen nach Deutschland einführt. :)

Danach ging's weiter zur Recycling-Station wo wir erstmal 152 Dosen gegen 6$ eingetauscht haben.

Weiter ging es nun Richtung Sequioa NP, große Bäume gucken. Da es aber leicht warm war haben wir uns noch eine kleine Pause an einem Fluß genehmigt, zur Abkühlung.

Im Sequoia NP gab es erstmal Straßen für mich, da hab ich glatt angefangen mein Motorrad zu vermissen. ;) Leider fand das Auto den Berg nicht ganz so toll und wurde erstmal ein bisschen warm, bis zum General Sherman Tree hat es uns trotzdem gebracht und da haben wir ihm auch eine nette Pause gegönnt. Erstmal musste Christian Tourist spielen und den Bären fotografieren und dann sind wir beide noch zum größten lebenden Baum der Welt spaziert.

Neben dem gibt?s dort natürlich auch noch andere große Bäume, man kennt sie als Mamutbäume, bzw. Sequoias.

Am nächsten Tag sind wir noch ein hübsches Tal - "wuhu Natur und Wald :D" zu einem Wasserfall hochgewandert und haben dort gemütlich Mittag gemacht, bevor wir uns dann auf dem Weg zum Yosemite NP gemacht haben.

[C: Abends gabs dann noch lecker Broiler, bevor wir uns unweit vom Plark wieder eine gemütliche Stelle zum schlafen gesucht haben]

Das war's dann erstmal wieder von mir.

Gruß

Flo(h)

Physik und andere Todesmutige Aktivitäten

Sep 25, 2006 • fly.floh • USA 2006

Nach dieser kurzen "Nacht" (also lange Nacht und kurze Schlafphase) haben wir dann nochmal gemütlich gefrühstückt - zum Glück hält Schwarzer Tee so gut wach - und Muffins "geklaut".

Danach stand nochmal Mails checken auf dem Programm, bevor wir unser Hostel in Richtung California Science Center verlasssen haben. Das California Science Center ist ein großes (und vorallem kostenloses) Physik-Museum in Downtown L.A. Allerdings ist es kein "normales" Museum, sondern eines mit vielen tollen Experimenten zum rumspielen. Also genau das Richtige für Christian & mich. :)

Hier mal ein paar Fotos vom Erdbeben-Simulator:

Naja wirklich erdbebensicher haben wir nicht gebaut, war aber auch nicht wirklich unser Ziel. :D

Irgendwann hat Christian dann mal auf die Uhr geschaut und festgestellt, dass es ja schon dreiviertel 5 ist (16.45Uhr, für alle unwissenden ;)). Problematisch, da wir ja für 17.00Uhr bei Cara eingeladen waren und vorher noch bei Trader Joe's einen Wein als Gastgeschenk kaufen wollten.

Also musste ich mal wieder fahren, was zunächst erstmal nicht ging, da auf dem Interstate Stau war..

Am Ende waren wir dann nur 25 Minuten zu spät, machte aber nichts, Cara hat sich trotzdem über unsere Blaubeer-Muffins und den Wein gefreut.

Zum Essen gab's dann Tacos mit der ganzen Familie, sehr lecker muss ich schon sagen. Mit ein paar Bier und ein paar Runden 5000, war das ein sehr netter Abend, außerdem mussten wir nicht im Auto schlafen, da Cara uns angeboten hat bei ihr auf der Couch zu schlafen. :)

Schlaf war in dieser Nacht sehr wichtig, schließlich stand für den nächsten Tag das große Abenteuer Surfen auf dem Programm, da Caras Bruder Christian in einem Surf-Shop arbeitet und uns für den nächsten Tag Boards versprochen hatte.

Nach einer diesmal etwas längeren Nacht und einem ausgiebigen Frühstück ging es nun also zu ?Dive 'n Surf?. Bretter ausliehen.

Ausgestattet mit zwei Surf-Boards, Neopren-Anzügen und haufenweise Tipps führte uns unser weiterer Weg nun zum Strand zwischen den ?Avenues?.

Motiviert zogen wir uns um und posierten nochmal mit den Boards, bevor wir uns mutig in die Wellen wagten.

[Kommentar Christian: wollten ja schließlich, für alle Fälle, noch paar Bilder haben wo wir fröhlich gucken ;) ]

Erste misslungene Versuche und Christians Surfboard an meiner Brust (Au, das ist hart!) konnten unsere Motivation auch nicht schmälern und wir machten munter weiter.

Erst der Hunger trieb mich aus dem Wasser und ich erkämpfte mir mein Mittagessen gegen eine Herde wildgewordener Möwen.

Danach ging es aber schnell wieder in die Wellen, schließlich hatten wir noch viel vor.

Erst als ich am Ende mein Board irgendwie unglücklich mit der Hüfte erwischte wurde meine Motivation geschmälert und ich musste aufhören. :(

Nach drei Tagen hat meine Hüfte dann aber auch wieder aufgehört zu schmerzen. :D

Abends gab's nochmal leckeres Dinner bei Cara, wieder mit der ganzen Familie. Wir mussten natürlich unsere Surf-Erlebnisse berichten. Außerdem haben wir eine ganze Menge unserer Fotos gezeigt.

Leider mussten wir L.A. an diesem Abend verlassen, wir hatten schließlich auch für den folgenden Tag große Pläne: Six Flags Magic Mountain.

Schwarzbrot und Leberwurst, besser kann ein aufregender Tag doch nicht enden!

Sep 25, 2006 • fly.floh • USA 2006

Oder doch?

Verraten wir erstmal soviel: Wir saßen gerade beim Pool rum um Mails zu checken und waren in der Überlegung ob wir ausnahmsweise mal zeitig ins Bett gehen oder uns doch noch einen Magarita-Pitcher an der Bar bestellen. Und da Flori gerade am Laptop saß musste ich, um mir die Zeit zu vertreiben, hübschen Mädels hinterhergucken.

Scheinbar war ich aber nicht unauffällig genug, denn plötzlich hörten wir eine Stimme neben uns "ich hab grad mitgekriegt, dass ihr Deutsche seid, deswegen setz ich mich mal kurz zu euch". Hmm, klar gerne, dann müssen wir uns nicht überlegen wie wir dich am besten ansprechen können: "Klar, setz dich". Es stellte sich dann raus, dass sie Karin heißt, aus Augsburg stammt, für ein Jahr Au-Pair in den Staaten war und gerade ihre letzte Woche hier in LA verbringt.

Gegen 12 wurde dann die Pool-Area geschlossen und wir sind in die Bar gegangen um noch ein wenig zu chillen, uns unseren Pitcher zu holen und sich ein wenig mit Leuten die einen verstehen zu unterhalten. Davon gab es dann sogar noch mehr, was sehr witzig war, weil sich das Gespräch ungefähr folgendermaßen abspielte: "Hi guys, how are you?" "Fine, thanks, and you?" "I'm fine, where are you from?" "Germany" "Och nö, ihr nicht auch, von wo denn?" "Chemnitz" "Och nö, nicht das noch!" "Wieso, wo bist du denn her?" "Zwickau" "Tja, da reist man extra um die halbe Welt und trifft trotzdem nur die Leute von zu Hause. Da sieht man's mal wieder: so klein ist die Welt..."

Ja, war schon witzig, also hab ich mich ein wenig mit ihm über seine Chinatour unterhalten und schonmal versucht rauszufinden was wir dann in zwei Jahren so beachten müssen. Ansonsten hat er dann auch wieder versucht sich mit den Leuten zu unterhalten, die nicht nur 40 km von ihm entfernt wohnen :)

Also haben wir dann noch ein wenig getanzt und uns mit paar Leuten unterhalten und uns von 'nem coolen Chinesen, der 'ne Barrunde geschmissen hat, einen Shot ausgeben lassen und gemütlich unseren Pitcher gelehrt.

Gegen um 2 musste die Bar dann zumachen "I'm sorry, but this is the Californian Law, I can't do anything." Also haben wir überlegt was wir noch so machen können. Naja, Karin hatte auch noch keine Lust schon schlafen zu gehen, also haben wir uns entschieden was mit ihr zu "unternehmen". Da der Pool aber schon geschlossen war haben wir uns dafür entschieden, dass wir uns ja einfach neben unser Auto setzen können und noch 'ne Runde quatschen. Also gedacht getan.

Irgendwann fing sie dann an, dass sie am nächsten Tag um sieben von ihrer Freundin geweckt wird, sie dann nur kurz essen, ihre Sachen packen und zum Flughafen fahren, weil sie leider schon wieder nach Hause muss. Also haben wir ihr gesagt, dass es sich jetzt auch nicht mehr lohnt schlafen zu gehen und ihr stattdessen die Fotos von unserer Tour gezeigt. Und sie war begeistert, weil wir so viel mehr gesehen haben als sie in ihrem Dorf.

Irgendwann waren die Fotos dann aber auch durch, ein Blick auf die Uhr hat uns verraten, dass es 4:45 ist. Karin hat gemeint, dass sie jetzt viellecht ja doch mal im Bett verschwinden sollte, dummerweise hat sie uns aber auch gefragt, warum wir eigentlich nicht irgendwohin gegangen sind, da sie sich das schon für die ganze Woche vorgenommen hat, aber nie dazu gekommen ist. Also war Floris Kommentar nur: "Naja, hier steht ein Auto und jetzt schlafen gehen lohnt sich eh nicht mehr" "Das meinst du jetzt nicht ernst oder?" "Doch, wenn ich Witze machen würde würde ich lachen." "Machst du doch." "Nein, ich lächle!"

Also saßen wir 2 Minuten später im Auto und waren auf dem Weg nach Hollywood, weil wir uns einfach dachten: Hmm nette Frau, wollen wir ihr mal einen tollen Abend bescheren.

Also haben wir uns überlegt, dass wir ihr ja unseren Aussichtpunkt über LA zeigen und dann zum Strand fahren und den Sonnenaufgang genießen können. Sie war auch sichtlich beeindruckt und auch wir fanden, dass es nachts ohne Smog und dafür mit paar Sternen deutlich besser aussieht als tagsüber.

Da sich zufällig rausstellte, dass sie noch nicht mal den Anfang vom Walk of Fame gesehen hat haben wir unsere Pläne kurz umgestellt und sind nach Hollywood runter. Früh um 6 findet man da sogar viel leichter 'nen Parkplatz :) Also haben wir uns nochmal paar Sternchen angesehen und sind wahrscheinlich auch einige der ersten Leute, die die Platte von Kevin Costner unverhüllt gesehen haben.

Da es dann doch schon ein wenig später war haben wir uns dafür entschieden, dass wir den Sonnenaufgang auch über LA vom Mulholland Drive angucken können, also sind wir dann lieber nochmal auf die Beverly Hills gefahren und haben uns da auf einem kleinen Parkplatz breit gemacht und den Blick über LA genossen.

Kurz vor 7 sind wir dann auch wieder Richtung Hostel zurück, schließlich wollten wir ja nicht, dass sich Karins Freundin Sorgen macht, weil sie nicht in ihrem Bett ist :P

Naja, Flori war der einzig nüchterne, also musste er fahren, wir anderen beiden haben es uns auf unseren Autositzen gemütlich gemacht und die Zeit zum schlafen genutzt.

Als wir dann 7:10 wieder da waren wurde Karen auch gleich mit einem "freudigen" "Ahhhhh, wo warst du, ich hab mir voll Sorgen gemacht und alle möglichen Leute geweckt und nach dir gefragt!" von ihrer Freundin empfangen.

[Einwurf Flo: Ich hab' mich extra beeilt und bin mal wieder europäisch durch die morgendliche Rush-Hour von LA gefahren. Fragt jetzt nicht, was ich mit europäisch meine ;) ]

Naja, wir haben gemeint, dass wir schon auf sie aufgepasst haben und sie ja jetzt wieder da sei. Dann haben wir noch kurz mit den beiden gefrühstückt, sie verabschiedet und uns ins Bett verkrochen, schließlich konnten wir ja nicht im Flieger schlafen, sondern hatten noch großes vor.

Christian

LA - part II

Sep 19, 2006 • fly.floh • USA 2006

Geschlafen haben wir gut, auch wenn wir nicht sooo zeitig losgekommen sind. Aber naja, besser spät als nie :P

Auf jeden Fall haben wir erstmal gefrühstückt und uns danach ins Auto gesetzt und unsere Tour Richtung Norden, Bel Air, gestartet. Eine echt schöne Gegend, mit hohen Zäunen, manchmal sogar erkennbaren schicken Häusern mit reichlich Grundstück und (wie schon von Flori angedeutet) fast ausschließlich deutschen Autos in den Einfahrten. Tja, die Leute da wissen halt was gut ist und haben außerdem das Geld sich Qualität zu kaufen. Amerikanische Autos fährt hier ausschließlich der Gärtner...

Von Bel Air ging es dann weiter Richtung Hollywood mit kleinem Zwischenstop auf halber Strecke um von den Beverlly Hills mal einen Blick auf LA zu erhaschen. Also wir Auto abgestellt und losgelaufen, einfach die erstbeste Seitenstraße und dann einfach immer den Berg hoch. Hier wohnen auch nicht die ärmsten Leute, wobei sich manche nicht mal 'nen gescheiten Zweitwagen leisten können :)

So ca. 'ne albe Stunde später kleine Straßen hochlaufen später haben wir es dann auch geschafft mal 'ne Stelle zu finden, wo kein Haus stand und wir konnten den Blick über LA geniesen, sogar fast ohne Smog.

LA Skyline

LA Skyline

Fußweg gab es übrigens keinen, wozu auch in einer Gegend, wo sich die Leute Autos leisten können...
Zurück am Auto haben wir uns dann 'nen Parkplatz unweit vom Walk of Fame gesucht (natürlich wie immer kostenlos in 'ner Seitenstraße) und sind dann mal los die Sternchen der Stars angucken. Fit wie wir sind sind wir natürlich den gesamten WoF (insgesamt 4 km) abgewandert und nicht nur die tollen 500 m auf denen sich die Touris in Massen gesammelt haben. Zwischenzeitlich haben wir uns dann immermal gefreut, wenn nach 100 Metern mal wieder ein Name kam, von dem wir schonmal zumindest was gehört hatten. Aber was solls wir sind ja nicht wie die Standardtouris...
Als wir uns dann wieder dem Kodac Theatre (da werden die Oscars verliehen) und verschiedenen Museen näherten nahmen auch die Menschenmassen und Souvenirshops schlagartig wieder zu.
Mit am vollsten war es vor Mann's Chinese Theatre. Dort ist quasi der Ur-WoF: Davor haben bereits in den zwanziger Jahren Stars ihre Hand- und Fußabdrücke und eine Widmung für Sid Graumann (den damaligen Besitzer) im Beton hinterlassen. Der Platz ist auch viel kleiner, so dass es meiner Meinung nach eine viel größere Ehre sich dort zu verewigen, als nur einer von 2500 Sternen zu sein...
Gewundert haben wir uns warum da mitten in der Mitte ein Zaun rumstand. Es stellte sich heraus, dass 3 Tage vorher (also am 06.09.06) Kevin Costner 'ne Steinplatte "signiert" hat.

Der echte Walk of Fame

Der echte Walk of Fame

Nach Hollywood gings dann nochmal nach Malibu. Baywatchmodels haben wir zwar keine getroffen, aber dafür unfreundliche Subwaymitarbeiter. Die Suppe war aber trotzdem lecker...

Da es mittlerweile schon dunkel war und ich keine Badehose mithatte (wir sind hier in Amerika, da ham die sich immer ein wenig...) sind wir dann lieber wieder zurück ins Hostel an die Bar ;-)

Am nächsten Tag stand dann Anaheim, Orange County (für die O.C.California Fans: Bätch, wir warn da, ist voll unspannend), Long Beach und Torrance auf dem Plan.
In Anaheim gibt es Disney Land, da waren wir aber nicht drin, sind nur soweit durchgefahren wie man nichts bezahlen musste. Dann ging es weiter zu einer echt witzigen Glaskirche. Drin waren wir aber nicht, da gerade ein Gottesdienst auf spanisch stattfand und man auch von außen über LCD-Fernseher mitgucken konnte oder halt einfach im Auto sitzen bleiben und das Radio aufdrehen.

Weiter ging es dann vorbei am Jack in the box und von da mit Tacos bewaffnet ab an den Strand.
Leider war das Wetter nicht so super, so dass wir nur ein wenig rumlagen und auch nicht allzu lange im Wasser waren. Aber wir hatten ja noch was vor, also war es nicht so schlimm. Denn als nächstes wollten wir uns die Queen Mary (so ein altes englisches Luxuskreuzschiff) angucken. Das war wie für uns gemacht, weil man auf dem Parkplatz 'ne halbe Stunde kostenlos parken konnte. Also auf die Uhr gucken, Fotoapparat schnappen und los. So viel gab es da aber nicht zu sehen, so dass wir uns nicht mal beeilen mussten :)

Also nach diesem sooo spannenden Abenteuer haben wir uns in ein richtiges gestürtzt: Ich habe über 10 Ecken Verwandte in Torrance (einem Stadtteil von LA). Frank und Elke (mein Großonkel und Frau) haben mir die Adresse geschickt und gemeint, dass wir mal liebe Grüße dort lassen und paar Fotos mitbringen sollen. Also sind wir da mal hin...
Naja, das Haus von Cara Evans haben wir dann sogar gefunden, aber außer einem Hund war keiner da. Also sind wir um die Häuser gezogen, weil wir wussten, dass Christian (Caras Bruder) paar Häuser weiter wohnt.

Aber da es in Amerika keine Namensschilder gibt sind wir natürlich nicht fündig geworden. Also sind wir wieder zurück und wollten gerade 'nen Zettel schreiben, als da jemand neben dem Hund rumstand, also wir ans Tor und gewartet bis die gute Frau herkommt. Da sie ein wenig wie was seid ihr denn für welche und was habt ihr hier verloren geguckt hat hab ich einfach mal angefangen "Are you Cara? I'm a nephew of Frank from Germany." Dann war sie sichtlich erleichtert, dass wir doch nicht sonstwas für Leute sind und hat uns freundlich reingebeten. Da haben wir dann auch gleich ihre beiden Töchter Taylor und Jordan kennen gelernt. Und da Cara so viele Fragen hatte und sie auch gerade erst wieder angekommen waren wurden wir auch gleich zum essen eingeladen und ich muss sagen wir wären echt blöd gewesen, wenn wir nein gesagt hätten, denn Cara hat sich zu Unrecht zehntausend mal entschuldigt, dass es nichts besonderes ist. Es gab deutsches Brot und Leberwurst!!! (Und nebenbei noch Tiefkühlpizza und verschiedene Salate, also besser als wir sonst so essen...). Nach dem Essen haben wir dann noch paar Runden "5000" gespielt (Würfelspiel, sehr cool, werden wir zu Hause auf jeden Fall einführen). Verabschiedet wurden wir dann mit einem "tut mir Leid Jungs, aber ich muss leider morgen auf Arbeit, also jetzt ins Bett, aber kommt morgen auf jeden Fall nochmal vorbei, dann sind meine Eltern auch da und es gibt etwas Richtiges zu Essen". Zur Verabschiedung gab es dann noch Eis für die Kühlbox, den Rest von Brot und Leberwurst und ein "also bis morgen um 5". Also hatten wir ja keine andere Wahl als am nächsten Tag dann nochmal vorbei zu kommen...

soweit erstmal von uns
Christian

Los Angeles - Part I

Sep 13, 2006 • fly.floh • USA 2006

Wir befinden uns auf dem I-15 East auf dem Weg von Joshua Tree nach Los Angeles, so langsam wird die Straße wieder breiter (5 Spuren statt 3 ;)) und es gibt links sogar eine Car Pool Lane (da darf man nur drauf wenn zwei oder mehr Personen im Auto sitzen). Plötzlich taucht auf der rechten Seite ein großes blaues Schild mit gelben Lettern auf: IKEA (Bericht 1 und 2), nachdem wir also undsere IKEA Vergleichs- und Shoppingtour beendet haben setzen wir unsere Reise Richtung L.A. fort.

Die Straße wird langsam noch breiter - inzwischen gibt es eine zweispurige Car Pool Lane ? und wir geraten in einen Stau. Man kann zwischen dem ganzen Smog so langsam sogar die Sky Line von Downtown LA erahnen.

Skyline L.A.

Skyline von Los Angeles im Smog

Also suchen wir uns "free wi-fi" damit wir einen Platz zum schlafen buchen können. In einer der schöneren Gegenden von LA werden wir neben einem Burger King dann sogar fündig. Markus hat uns freundlicherweise ein paar Tips für günstige Locations hinterlassen, die wir natürlich auch gleich mal angeschaut haben, leider hatten wir uns unter preiswert was anderes vorgestellt als USA-Hostels Hollywood für 22$ pro Nacht und Nase, mein Reiseführer hatte dann für 18$ p. N&N Backpacker's Paradise parat, also mal schnell auf der Homepage vorbei geschaut, wir wurden daraufhin doch tatsächlich mal positiv überrascht, schließlich sollte die Übernachtung nun nur noch 12$ kosten, also auf nach Inglewood, direkt naben dem Int'l Airport auf dem Century Blvd. Nach kurzer Uterhaltung mit zwei netten Rezeptionsdamen hatten wir dann auch unser Bett, für 12$+tax die Nacht. Natürlich kein echtes Hotel-Zimmer, sondern Mixed Dorm. Vielleicht sollte ich das mal kurz erklären. ;) Mixed Dorm heisst man bekommt ein Bett in einem großen, gemischtem Schlafzimmer mit 20 Betten, zwei Duschen und enem Waschbecken. Außerdem hatten wir noch free wi-fi, einen Pool und jeden Tag Frühstück (ein Tee und zwei sehr leckere Blaubeer-Muffins).

An der Bar gab's für 7$+tip einen extrem großen (2 Liter) Pitcher Lime Margarita, den wir uns nach einer ausgedehnten Dusche auch gleich am erstan Abend mal schmecken ließen. :)

Margarita

Margarita

Am nächsten Tag LA stand neben ausschlafen Downtown LA und Venice Beach auf dem nicht vorhandenen Plan, für einen Abstecher nach Santa Monica war abends dann auch noch Zeit.

LA Concert Hall

L.A. Concert Hall

Venice Beach

Venice Beach

Während die Gegend um Little Tokio in Downtown sehr arm daher kommt gibt es in Venice Beach am Strand neben Touris alle Arten von witzigen Menschen.

Santa Monica ist eine der reicheren Gegenden LAs, hier kann man sogar als Straßentänzer mit einer guten Show ca. 10$ die Stunde verdienen (nein wir haben nicht sebst getanzt...). In der Einkausstraße reiht sich allerdings auch Sketchers neben Oakley und Victoria's Secret und auch ein beachtlicher hoher Anteil an deutschen Autos (dazu später mehr) lässt auf reiche Menschen schließen.

Am Abend geht es wieder zurück zu den billgen Margaritas an der Bar, Christian ist kurz nach 10 sogar nochmal in den Pool gehüpft, währrend ich ein wenig gearbeitet hab.

Dann sind wir sogar mal relativ früh ins Bett gegangen, schließlich wollten wir am nächsten Tag in Hollywood ein paar Stars jagen.

IKEA

Sep 13, 2006 • fly.floh • USA 2006

hmm, da fahren wir Richtung Los Angeles rein und was entdecken wir? Ein schwedisches Möbelhaus namens IKEA. Also runter vom Highway und hin!

Natürlich mussten wir den IKEA hier mit denen von zu Hause vergleichen. Ergebnis: Mittermeier hat es ganz gut getroffen: Man geht hin um für einen Euro 100 Teelichter zu kaufen und fährt mit einem vollen Auto wieder nach Hause.

Soviel dazu: die Teelichter kosten hier über 3 $, mit leeren Händen sind wir trotzdem nicht raus gekommen, und wir meinen damit nicht vordergründig die Hot Dogs, die wir für ja 50 Cent erworben haben:

Einkauf

Unser IKEA-Einkauf

Um nochmal richtig vergleichen zu können haben wir uns natürlich auch einen Katalog mitgenommen, den ich an mich gerissen habe :-)

[Flo: Den ich dank meiner grandiosen English-Kenntnisse für dich an mich gerissen habe :P]

Also immer schön dran denken: Die Fundgrube lohnt sich eigentlich immer, auch wenn wir aktuell noch absolut keinen Plan haben wie wir das große Bild nach Hause bekommen (die kleinen müssten im Koffer klappen, wenn wir Glück haben).

[ Flo: Das Bild mit unserem Einkauf, sowie der endgültige Vergleich von IKEA Europa und IKEA USA kommen noch ;) ]

Joshua Tree NP

Sep 13, 2006 • fly.floh • USA 2006

"tok tok tok" - "mmmh" ich werde wach und sehe einem cop in die augen.

"morning, sir", sagt er. "morning", antworte ich.

"d'you realize you parked in a private alley?" - "oh er no, sir we didn't" - "'thought so, people here spotted you and called when they where going to work today, said there was a van parked in their alleyway. well may i see your id" - "sure"

ich gebe ihm meinen führerschein, er schaut ihn komisch an, nimmt seinen notizblock raus und schreibt etwas darauf.

"are you alone?" - "no, there's another guy in the trunk", christian winkt.

"what's your birthdate?" wie kommt er jetzt darauf? Er hat meinen führerschein, er kann verdammt nochmal einfach drauf schauen. "may 27th 1987." - "where are you headed?" - "we're going to joshua tree national park, we just arrived very late yesterday and thought we'd better not go on." er gibt mir meinen führerschein zurück "okay have a good day" - "thanks, you too."

bleibt eines festzustellen: der weckservice in joshua tree (das dorf nicht der np) funktioniert bisher am besten (auch wenn der in Utah schöner war), es ist 10am. Also wechsle ich auf den fahrersitz, christian kommt aus dem kofferraum auf den beifahrersitz und weiter geht's richtung joshua tree national park. Am eingang erwartet uns ein netter ranger, der uns per schild nach 5$ noten fragt. Da wir gerade vier davon ürig haben tauschen wir diese nett wie wir sind gegen eine 20$ note.

Wir folgen der staße dann weiter in richtung hidden valley campground, der nicht so versteckt ist wie der name vermuten lässt. Für 5$ die nacht erwartet uns hier ein tisch mit lagerfeuerplatz und kein wasser. Aber wer braucht schon fließend wasser, wofür gibt's bei albertson's denn drei gallonen (3x3,8 liter) für je 25ct. :)

am campground angekommen wird erstmal der kletterführer und frühstück ausgepackt und ein fels rausgesucht. Nach dem frühstück haben wir unseren felsen mit hilfe anderer kletterer sogar gefunden, wozu hab ich denn einen ol-er mit hierher genommen. ;) vorsteigen muss ich aber selber, also die freunde ("friends") an den Gurt gehängt und los geht's, die angst wird aber am besten unten gelassen.

Nach dieser Anstrengung chillen wir uns aber erstmal an den Felsen zwischen ein paar Ameisen in den Schatten.

Ameisen

Ameisen

Abends einigen wir uns auf chili aus der dose, blöd nur, dass gerade das taschenmesser unauffindbar ist und folglich auch kein dosenöffner parat. Kontaktreudig wie wir sind wenden wir uns an die erstbesten leute die an unserem zeltplatz vorbei laufen. Wegen christians enlischkenntnisse muss ich natürlich wieder die ganze arbeit machen.

Ich: "excuse me, do you have a can opener?"

Unbekannter der des Weges kam: "deutsch wär' wahrscheinlich einfacher"

Ich: "lol"

Ich: "erm ja" - verdammt was wollte ich jetzt eigentlich?, denke ich mir und überlege dann was can opener eigentlich auf deutsch heißt. "dosenöffner"

Offensichtlich deutscher unbekannter der des Weges kam: "Ja, muss aber einer von euch mitkommen."

Christian: "Ich geh' ja schon...."

Drei Bier später (ein Bier hat hier nur 0,355 Liter) ist Christian auch schon wieder zurück und das Kochen kann beginnen.

Da das Dosenchilli ein wenig eintönig schmeckt, entscheiden wir uns kurzerhand noch Knoblauch (ganz wichtig), Reis und Chili-Pulver dazu zu tun. Mit einem wenigstens annähernd als Bier zu bezeichnendem Getränk ("Tecate") ist das gute Abendessen unter Sternen fertig. Die Coyoten liefern auch gleich die musikalische Untermalung.

Nach dem Essen fallen wir, geschafft von der vielen Kletterei (wir haben immerhin zwei Wege gemacht ;) ), in unser Bettchen.

Da Markus das Zelt mitgenommen hat und wir keine Lust hatten nochmal im Auto aufzuräumen mussten wir uns etwas anderes ausdenken. Bleibt eigentlich nur das Schafen unter freiem Himmel übrig, da es in Joshua Tree aber wilde, vorallem giftige, Tiere gibt, mussten wir uns da noch einen Schutz ausdenken. Was ist da besser als etwas über der Erde zu schlafen? Um's kurz zu machen: Zum Glück gibt es auf dem Campground so große und stabile Tische. Wir haben also unsere Matten und Schlafsäcke auf dem Tisch ausgerollt und es uns darauf bequem gemacht. Nachts wurde man auch nur selten durch das heulen der Coyoten geweckt. :)

[Einwurf von Christian: Ich hab das ja im Grand Canyon schon getestet, klappt wunderbar.]

Der nächste Tag beginnt wieder einmal recht spät (ich bin schuld, ich geb's ja zu :)), dafür aber mit ausgedehntem Frühstück. Danach folgen wir den anderen Deutschen zum "Ecco Rock", wo wir auf den Spuren meiner Eltern eine schöne 5.7 klettern. Da sind sogar Ringe drin. :)

Trotzdem ist Christian zu ängstlich und ich muss wiedermal vollenden was er angefangen hat, tztztz. ;) Naja an der Stelle brauchte man aber auch einen kleinen Trick, den Christian im Nachstieg dann sogar hinbekommen hat. :P

Nachdem wir uns den Felsen dann ausgiebig von oben angeschaut haben - natürlich inklusive Umgebung - machten wir uns auf einen Wal-Mart zu finden um Nachschub zu kaufen. Schließlich ging uns langsam das Wasser aus.

Allerdings landeten wir am Ende bei "Food4Less", wo der Name Programm ist, das Essen schmeckt ungefähr viermal so billig wie es ist. Nicht nur dass die Donuts nicht wirklich toll sind, das Grillfleisch ist auch absolut ungenießbar, doch dazu später mehr.

Immerhin gibt es eines, was fast überall in USA schmeckt: Eis, und das ist absolut lecker, sehr viel leckerer als das Eis was man in Deutschland so bekommt. So passiert es - wiedereinmal - dass wir eine ganze Packung Eis zum Mittag essen, zum Glück ist die nur 1,36 Kilogramm groß.

Zurück am Campingplatz raffen wir uns tatsächlich noch dazu auf nochmal klettern zu gehen und suchen uns einen netten kleinen Felsen raus. Da wir gut mit Friends ausgerüstet sind klettere ich auch frohen Mutes eine 5.4 vor, leider stellt sich nach wenigen Metern heraus, dass der Riss etwa doppelt so breit ist wie der größte Friend den wir haben, gaaaanz toll. :( Aber als gelernter sächsischer Kletterer ist man ja geübt im Schlingen legen. Die helfen zummindest gegen die Angst. :O

Oben angekommen entscheiden wir uns nach kurzer Pause noch die 5.8 nebendran im top-rope zu sichern, nur wegen der habe ich mich schließlich den anderen Weg hoch gequält.

Also seile ich ab und stelle mich nach kurzem hin-und-her der nächsten Herausfolderung. Bis zur Mitte des Weges habe ich auch keine Probleme, dann kommt allerdings die Stelle an der man drei Sachen herausfindet:

  1. Warum der Weg mit 5.8 bewertet ist.
  2. Warum ANDERE Wege im Kletterführer ein bis drei Sterne haben und der auf dem man sich gerade befindet KEINEN. :(
  3. Ob Seil und Sicherungsmann gut sind. :)

Über Christian als Sicherungsmann und Markus' Seil kann man sich aber wirklich nicht beklagen. Hochgekommen bin ich nach ein wenig Sturzübungen im Endeffekt aber auch, und so schmeckt das Steak am Abend dann doppelt so gut, schließlich hab ich geschafft was ich mir vorgenommen hab. Zumindest dachte ich, dass das Steak doppelt so gut schmecken würde....

Armer Christian, wenn mir das Steak schon doppelt so gut schmeckt.... Ich für meinen Teil kann nur sagen: "Beim nächsten Mal kaufen wir wieder Beef" und wer mich kennt weiß wie viel passieren muss, damit ich sowas sage.

San Diego, Tijuana

Sep 10, 2006 • fly.floh • USA 2006

Angekommen sind wir mal wieder wie so oft irgendwann spät abends. Also (auch das kennen wir langsam auswendig) das erstbeste Hotel mit free WiFi suchen, Mails checken und bei der Gelegenheit auch gleich nochmal nach preiswerten Unterkünften Ausschau halten, gabs natürlich nichts was uns gefallen hat. Also sind wir zum Strand gefahren und haben festgestellt, dass uns das Wasser doch ein wenig zu kalt zum mal schnell reinspringen ist. Deswegen haben wir dann doch nur kurz paar Nudeln gekocht und sind auf einen anderen Parkplatz gefahren, weil bei unserem Übernachtparken verboten war.

Als wir am nächsten früh dann aufgewacht waren haben wir festgestellt, dass wir mitten in einer Sportanlage standen und um uns rum jetzt alles voll war. Anmerkung hier: Ich finde es witzig, dass in den USA Fussball eine reine Mädchensportart ist ? aber immerhin sind die da ja auch Vize-Weltmeister...

Naja, da wir einmal da waren noch kurz auf der Toilette Zähne putzen und dann wieder rüber zum Strand auf den Parkplatz von gestern. Zum Glück gibt es in Deutschland Fahrschulen. Also hab ich meinen Spiegel eingeklappt und bin souverän in die einzige freie Parklücke gefahren. Naja, aussteigen musste ich dann aber auf der Beifahrerseite beim Flori. Dann hat sich ein für mich vollkommen neues Bild dargeboten: Wenn die Amis an den Strand gehen, dann nicht wie bei uns vielleicht mit 'nem Bierchen m Rucksack (darf man ja nicht - kein Alk in der Öffentlichkeit...) aber dafür mit riesigem Pavillion, Grill und der ganze Familie im Gepäck. So machen sie sich dann breit und geniesen ihren Tag. Das Wasser war jetzt auch besser, es gab schöne Wellen und da die Sonne ordentlich geschienen hat kam es einem auch nicht mehr so kalt vor.

Strandleben

Strandleben in San Diego

Gegen Mittag sind wir dann aber schon wieder los, schließlich wollten wir noch nach Tijuana, Mexiko. Geparkt haben wir clevererweise auf dem Outletmall Parkplatz und nicht auf dem für 5 Dollar direkt daneben oder auf dem für 9 Dollar 500 Meter entfernt direkt an der Grenze. Dank hier an Floris Eltern für den Reiseführer :)

Wie könnte man es am besten beschreiben? Ich versuchs mal folgendermaßen: stellt euch einfach einen normalen Tschechischen Grenzübergang vor, nur das an der Grenze ein 2,5 Meter hoher Zaun steht und es dann drüben statt den Vittenständen Drugstores (also sowas wie Apotheken) gibt.

Tijuana, Mexico

Direkt hinter der Grenze

Wie wir nun mal so sind wollten wir uns aber auch was von der Stadt angucken, also vorbei an den ganzen Taxiständen und Leuten, die uns motivieren wollten mit ihrem Bus zu fahren, aber wir dachten uns die 2 Kilometer schaffen wir auch gerade noch so zu Fuß...

Also los gings den Fußweg lang, der dann schlagartig aufhörte, also dann halt über den 4-spurigen Highway, auf der anderen Seite standen die Autos vor sich hin, da konnte man gut weiter kommen. Irgendwann haben wir es dann auch geschafft und sind in die Stadt gekommen, da gab es erstmal eine Straße, wo eine Autolackiererei an der nächsten war, die uns aber irgendwie trotzdem ins Stadtzentrum führte. Da sah es dann so wie eine Mischung aus tunesischer Marktstraße mit ostpolnischer Hausbaukunst. Aber immerhin sind die Häuser hier im Gegensatz zu den Staaten aus Stein! Abseits der Turistraßen sah es dann so wie in tschechien aus, nur arm.

Auf dem Weg zurück sind wir dann wieder über den Highway und zum Fußgängergrenzübergang. Da haben wir erstmal einen Schock bekommen, weil 'ne ca. 500 Meter lange Menschenschlange rumstand, die sich kein Stück bewegte. Aber wozu ist man denn dreist und war rechts ein 1 Meter breiter Streifen, auf dem man gemütlich an allen Leuten vorbei gehen konnte. Also haben wir statt wahrscheinlich 1,5 bis 2 Stunden nur knapp 'ne halbe gebraucht :D

Zurück war die Mall dann trotzdem schon zu. Also sind wir nur nochmal in 'ne Wäscherei zum Klamotten waschen, wo es uns zum ersten Mal, seit wir hier sind, passiert ist, dass wir uns nicht verständigen konnten und es lag diesmal nicht, wie anzunehmen, an meinen perfekten Englischkentnissen, sondern viel mehr daran, dass der Wäschereimensch leider nur Spanisch sprach, aber zum Glück wissen wir ja, dass der Haushalt keine Frauendomäne ist (leben ja schließlich nicht mehr im Mittelalter...) und daher auch wie man eine Waschmaschine bedient ('ne Maio und Jörg ;) ).

Und weil es schon wieder recht spät war haben wir uns dann die erstbeste Stelle zum Auto hinstellen gesucht und gemütlich geschlafen. Am nächsten früh gings dann nochmal zurück zur Mall, weil wir bei Reebok am Vortag tolle Jacken gesehen haben. Die eine hatten sie aber leider nicht mehr, also haben wir die andere genommen, außerdem noch paar Levi's und Poloshirts und kurze Hosen (@ Anne: hoffen du hast nichts gegen 10-$-Basketballhosen von Reebok, wenn doch (oder zusätzlich) können wir dir auch noch eine für 12 $ von Nike mitbringen :) ). Auf jeden Fall haben wir wieder verhältnismäßig wenig Geld gegen viele tolle Sachen eingetauscht.

Danach sind wir dann noch in den Balboa Park (der zwar relativ unspannend war, aber insofern voll cool, dass er echt riesig groß und mitten in der Stadt ist) und von da aus ans Meer, zu Seaport Village (künstliche Halbinsel, vollgestopft mit mini Läden) und dann durch die Downtown wieder zurück.

Zum Glück stand das Auto auch noch da und das obwohl wir erst nach Sonnenuntergang wieder zurück waren ;)

Da es aber mittlerweile schon relativ zeitig dunkel wird sind wir dann gleich noch zum Joshua Tree NP weiter gefahren.

Phoenix und Organ Pipe Cactus NM

Sep 8, 2006 • fly.floh • USA 2006

Phoenix haben wir nur kurz passiert und uns den Park neben dem Capitol angesehen. Es war ein amerikanisches Kriegsgräberdenkmal (persönliche Kommentare dazu werden hier nicht veröffentlicht). Nur so viel: wir hatten Glück, dass gerade keine Cops in der Nähe waren und das nicht nur weil es schon nach Sonnenuntergang war (Betreten von Sonnenauf bis -untergang erlaubt). Gruß an dieser Stelle an Markus.

Weiter ging es nach dann direkt zum Organ Pipe Cactus NM. Auf dem Weg dahin wie schon erwähnt mal die Aktion mit dem Cop. Dann kurz übernachtet und am nächsten Tag in den Park rein. Da gab es dann eine freundliche Rangerin im Visitor-Center und eine schöne dokumentierte ca. 22 km Runde wo es ziemlich viel zu sehen gab und einen kleinen Rundwanderweg auf dem ich schmerzlich feststellen musste, dass sich Kakteen und FlipFlops nicht so wirklich optimal miteinander vertragen ? aber ich hab ja zum Glück 'ne Pinzette mit... Und wir haben wieder weder Schlangen, noch Taranteln oder Elefanten ( :) ) gesehen. Auch die Stachelschweine und Schildkröten, die es da geben soll, haben sich uns nicht zu erkennen gegeben.

Dann noch ein kurzer Abstecher nach Mexiko, was sich aber als deutlicher Flop rausstellte. Nur schonmal soviel: Die Grenze Deutschland-Tschechien ist nichts dagegen! Sowohl vom arm-reich-Unterschied als auch von den Kontrollen.

Also ab wieder zurück in die Staaten und auf nach San Diego.

Rueckkehr I

Sep 3, 2006 • fly.floh • USA 2006

Also wie schon von anderer Seite erwaehnt, haben wir die letzten Tage in Las Vegas, dem Mekka der us-amerikanischen Hochkultur, verbracht. Waehrend fuer Christian und Florian das Abenteuer langsam zu seinem Hoehepunkt steigert (Tijuhana), wird es fuer mich hoechste Zeit sich wieder in die Zivilisation zurueck zu begeben (einige sind ja schon der festen Meinung es waere zu spaet).
Heute, am 31.08.2006, soll es nun so weit sein. Um die Sache kurz zu machen, ich bin gut in Dresden gelandet und wurde wie geplant von meinen Eltern abgeholt.
Fuer alle, denen dies nicht ausreichen sollte, habe ich noch eine ausfuehrlichere Version vorbereitet.

0830:
Christian ist aufgestanden…………rumdrehen und weiterschlafen!!!!

1030:
Aufstehen und mails checken, dann gegen 1100 fruehstuecken.

1200:
Rucksack und Koffer fuer den Flug packen.

1202:
Nachdem ich alle meine Siebensachen zusammengesucht und vor mir ausgebreitet hatte, machte sich ein "Ich will doch lieber hier bleiben"-Gefuehl breit.

1430:
Generalprobe hat fast gefunzt. Jetzt koennen wir die ganzen Sachen so einpacken,dasz auch ALLES mitkommt.

1515-1530: Ich bin soweit fertig …….. Florian ist auf dem Klo^^. (noch 1h35min bis zum take off)

1545:
Wir sind auf dem Flughafen angekommen (Terminal I). Waehrend Christian und Florian das Auto parken, mache ich mich auf die Suche nach dem Condor-Schalter. Leider Ergebnislos. Auf Anfrage wird mir nett aber entschieden mitgeteilt, dasz sich Condor am Terminal II befindet. –> Bustransfer.

1555:
An der Bushaltestelle angekommen durchzuckt es mich kurz, wir sind in den USA, dem Land wo nach Terroristen und Kommunisten, der oeffentliche Personenverkehr den dritten Platz unter den meist verhaszten "Dingen" einnimmt. Daher verwundert es mich auch nicht, dasz ich geschlagene 12 min auf selbigen warten musz.

1614:
Am Condor-Schalter werde ich mit einem herzlichen Blick, der in allen Zuegen das Gefuehl, "Sie wollen jetzt nicht wirklich noch einchecken" widerspiegelt, begrueszt. Damit sind die Spiele eroeffnet und ich lege meine beiden nach der neuen Regelung weit ueberschweren Gepaeckstuecke auf die Waage. Nach einem ueberaus freundlichem, "Das sind 80 (amerikanische) Pfund, das ist viel zu viel", werde ich aufgefordert mein Flugticket vorzuzeigen. JUCHUH, Condor hat es doch nicht geschafft, mir, wie angefragt und bestaetigt, ein E-Ticket auszustellen. Damit stellte sich die ganze Angelegenheit viel Unkomplizierter dar, und ich hatte ja immerhin noch geschlagene 11 min bis zum boarden. Zum Glueck waren beide Schalterdamen mit, aehm …. was auch immer, so dermaszen ueberarbeitet, dasz ich am Ende doch noch ohne Strafe mein Gepaeck aufgeben.

1622:
Befinde mich grade in der Schlange zum Sicherheitscheck …… Christian und Florian haben auch den Weg zum Terminal II gefunden und so kann ich mich doch noch verabschieden.

1632:
Geschafft, ich darf mich in der Waiting area niederlassen.

1635:
Es koennte langsam losgehen, mir is langweilig.

1637:
Meine AUSSICHTEN haben sich gerade extrem verbessert.^^

1705:
Eigentlich sollte die Maschine gerade auf dem Weg nach Old Europe sein, statt dessen verlassen grade zwei Rettungssannis und kurze Zeit spaeter eine aeltere Frau die Maschine.

1745:
Das boarden beginnt.

1815:
Die Maschine setzt sich in Bewegung und mir faellt ein, "Verdammt, Christian hat noch dein Portemonnaie", was sich aber gluecklicher weise im Nachhinein als faslch herausstellte. Als Grund fuer die Verzoegerung sollte sich schlechtes
Wetter auf dem Flug nach Las Vegas und schlechte Logistik bei der Catering Firma herausstellen.

1320 (MEZ):
Landung in Frankfurt, Check.
Passkontrolle, Check.
Neue Flugtickets fuer den Flug nach Dresden, Check.
Sicherheitsnummern auf den Gepaeckscheinen, Internal Server Error.
Als Folge hat man mich dann 1645 mit dem Hinweis fliegen lassen, ?melden sie sich gleich bei den Kollegen in Dresden wegen dem fehlendem Gepaeckstueck?.

1705:
Ich geniesze gerade mein erstes "richtiges" (ist ja nur Warsteiner) Bier seid, ach ich weisz auch nicht mehr seid wann.

1740:
Landung in Dresden. An der Gepaeckrueckgabe erwarten mich doch 2 Gepaeckstuecke und mein Schlafsack, der irgendwann abgegangen sein musz, laeszt sich auch wiederfinden.

1800:
Mit meinen lieben Eltern mache ich mich nun auf den weiten Heimweg nach Chemnitz.

MF

Cops - Erfahrungen mit dem Gesetz

Sep 3, 2006 • fly.floh • USA 2006

Nach fast 4 Wochen hatten wir nun das erste Mal Kontakt mit der Polizei (in Las Vegas das waren ja nur Security-Typies). Und wenn wir schonmal dabei sind, dann gleich richtig!

Angefangen hat es gestern Nacht, als uns ein Auto der Border Control überholte um dann einige Kilometer direkt vor uns hinter einem anderen her zu fahren. Irgendwann ging dann vor und hinter uns ein Blaulicht an und wir sind lieber mal rechts ran gefahren. Das Blaulicht hinter uns auch.

Dann kam ein Cop zu uns und wollte unsere Ausweise sehen und wissen wo wir hin wollen, also alles kein Problem.

Für Markus: Er hat uns übrigens mit einem freundlichen "Hello Sir" begrüßt, also warum sollten wir es ihm nicht gleich tun? ;)

Genächtigt haben wir dann in Why. Kurz vorm Organ Pipe Cactus NM, welches wir uns heute angesehen haben (die Bilder kommen separat).

Da es nicht weit war sind wir auch gleich schnell nochmal nach Mexiko rüber. Vorsichtshalber vorher auf amerikanischer Seite nachfragen, ob wir irgendwas beachten müssen. Außer das der Typ sich aufgeregt hat, dass die am Flughafen bei unserem UrlaubsVisa die Hälfte vergessen haben auszufüllen gab es da keine Probleme. Also rüber...

Nach vergeblicher Suche nach einem kleinen Restaurant sind wir dann zum Auto zurück, neben uns ein Polizeiwagen. Der gute Mann konnte auch ungefähr so perfekt englisch wie ich, also alles kein Problem :P

Er hat uns gesagt, dass wir vor der roten Markierung geparkt haben und dies Parkverbot bedeutet. Aber er war echt nett, nachdem er meinen Führerschein gesehen hatte hat er uns nur gefragt, ob wir das nicht wussten. Also haben wir ihm gesagt, dass es soetwas in Deutschland nicht gibt und er hat uns nochmal mit 'ner Verwarnung gehen lassen.

Zurück in die Staaten haben wir dann die Grenze wieder passiert. Das verlief auch ganz nett:

Wo kommt ihr her? GER. Wo macht ihr hin? San Diego. Was wolltet ihr in Mexiko? Eigentlich ein paar Taccos essen. Gab es keine? Nein, wir sind leider nicht fündig geworden.

Dann hat er noch kurz geguckt ob wir ein paar Mexikaner unterm Auto versteckt haben, hatten wir aber nicht :)

Die nächste Border Control Station war dann auch schon 50 Meilen später, die wollten auch nochmal kurz unsere Ausweise sehen und wissen wo wir herkommen und hinwollen. Und der gute Mann wollte noch das Innere unseres Wagens inspizieren, was sich ziemlich schnell erledigt hat:

Are you Rock Climbers? Yes. Okay, have a nice day, bye. You too, bye.

Gerade eben, nur noch 150 Meilen vor San Diego (also die Hälfte geschafft), war noch eine BCS. Der Typ gerade war auch voll cool, er wollte wissen, ob wir die Scorpions mögen (es kam gerade "Wind of Change" bei uns im Radio) und hat uns unsere Pässe mit einem freundlichen "Danke, have a nice trip." zurück gegeben.

Also alles in allem muss man mal sagen, dass die Cops hier ganz nett sind, wenn man sich gescheit benimmt. Oder mit anderen Worten: Die Regeln haben die gemacht, wir spielen das Spiel nur mit!

Also Safety first, Christian :P

Zion NP und Las Vegas

Sep 3, 2006 • fly.floh • USA 2006

Nach den Nudeln halb 10 einfach so einzuschlafen ohne es zu merken war ein echt schönes Gefühl. Danach aufzuwachen und sich 3m ins Zelt schleppen zu müssen nicht so sehr. Nachdem Christians Klamotten getrocknet waren ging es am folgenden Tag los Richtung Zion NP und später nach Las Vegas.

Da gerade der Kühler vom Auto ein wenig kaputt ist wurde es trotz offener Fenster ganz schön warm darin, so war es dann echt erfrischend bei 35°C im Zion NP auszusteigen. Nach kurzer Pause fuhren Chrstian und ich dann mit dem Bus einen Canyon hoch, an dessen Ende ein Trail beginnt, der durch ein Flußbett führt. Also mit Kamera und Flip-Flops bewaffnet losgestiefelt, an allen Amis vorbei und zwischenrein immermal Fotos gemacht und nach Mädels geschaut, schließlich war es naß im Fluss. ;)

Nach einigem Weg hatten wir dann keine besondere Lust mehr und beschlossen den Rückweg anzutreten, Fluß-abwärts. Faul wie wir nunmal sind nutzten wir geschickt die Strömung um schneller vorwärts zu kommen. Okay schneller war das nicht gerade aber dafür sehr viel spaßiger. :) Wir mussten immerhin dafür sorgen, dass die Kameras nicht naß wurden und wir selbst auch über Wasser blieben, was nicht unbedingt immer gelang und so büßte ich doch glatt noch das gute T-Shirt aus dem Gymnazium Novy Byzov ein. :( Dieses liegt wohl jetzt irgendwo am Grund des Flußes. Naja für die Menge Spaß war es das auf jedenfall wert, nicht zu vergessen, die anerkennenden Blicke der bereits erwähnten Mädels. :D

Nachdem ich dann im Auto tatsächlich noch ein Shirt gefunden hatte ging es weiter, schließlich hatten wir für den Tag noch ein anderes Ziel. Durch eindrucksvolle, bergige Schluchtlandschaft folgten wir den I-15 nach Süden, während es langsam dunkel wird. Mitten in der Wüste erklimmt unser Plymouth dann einen Hügel und es wird hell im Auto, vor uns liegt ein Tal, das komplett mit blinkendem, buntem und vorallem hellem Licht gefüllt ist. Den meisten Menschen ist die darin liegende Stadt unter dem Namen Las Vergas bekannt. :)

Las Vegas vom I-5

Las Vegas vom I-5

Da Christian in einer dunklen Bar in Gardiner erfahren hatte, dass es in Vegas billige Hotelangebote in Massen gibt, machten wir uns auf die Suche nach "free wi-fi", unverschlüsseltem W-LAN um im Internet nach Hotels zu suchen. Es ließen sich sogar einige Angebte finden, leider war keines davon wirklich brauchbar und so checkten wir nach langer, ergebnisloser Suche für eine Nacht im "The Orleans" ein. Wenn ich ehrlich bin hat nur Christian dort eingecheckt, schließlich sind wir arme Menschen und müssen Geld sparen, außerdem passt man als Durchschnitts-Mitteleuropäer locker zu dritt in Amerikanische Hotelbetten.

Bequemes Bett

Mal ein bequemeres Bett mit viel Platz

Nachdem Christian also alles missverständnisfrei geklärt hatte mussten wir also nur unser Auto irgendwo loswerden und das Zimmer aufsuchen um endlich mal wieder eine Dusche u.ä. genießen zu können. Doch moment: Habe ich eben missverständnisfrei gesagt? Natürlich hat nicht alles so reibungsfrei geklappt wie man sich das vorstellt, immerhin hatten die Securitys des Valet-Parking-lot ein kleines Problem mit uns, das sich aber mit Passkontrolle und Einsicht in die Zimmer-Papiere glücklicherweise schnell regeln ließ, also parkten wir unser Auto schnell auf dem richtigen Parkplatz, packten ein paar Sachen und machten uns auf den Weg durch das Hotel-eigene Casino, indem man sich fast verlaufen konnte, zu unserem, bzw. Christians Zimmer. Oben angekommen genossen wir erstmal eine ausgiebige und vorallem dringend notwendige Dusche.

Nachdem wir uns dann alle wieder unter Menschen trauen konnten, hatten wir noch ein dringendes Bedürfnis: Essen! Also auf Markus dringende Empfehlung hin ab zu "In-N-Out Burger", leider mussten wir feststellen, dass wir dort nix mehr bekommen konnten, es war inzwischen halb 2 und die meisten Fast-Food-Ketten hatten bereits zu, glücklicherweise gibt es da diese kaum bekannte Kette namens Burger King wo wir auch zu vorgerückter Stunde noch amerikanische Spezialitäten bekommen konnten.. :)

Nach dem Essen stand noch der wichtigste Programmpunkt des Tages auf dem Plan: Las Vegas by Night. Die Müdigkeit des Tages machte sich aber schnell bemerkbar und so gingen wir dem "Strip" nur wenige Meter nach und kehrten schnell wieder um, morgen war schließlich auch noch ein Tag. Zwischdurch fragten wir dann noch bei einem anderen Inn nach dem Preis pro Nacht, das Orleans war auf Dauer doch ein wenig teuer, und erwischten auch prompt ein günstigeres.

Der nächste Tag begann langsam, allerdings mussten wir uns gegen 12 Uhr dann doch ein wenig beeilen, schließlich mussten wir das Orleans verlassen. Wir checkten also für zwei Nächste im deutlich günstigeren "America's Best Value Inn" ein, welches im Gegensatz zum Orleans über "free Wi-Fi" verfügte. Die frühen Nachmittagsstunden des wüstenheißen Las Vegas konnten wir indes nur an einem Ort verbringen: Dem Pool. :)

Gegen 16.00 Uhr machten wir uns dann auf den Weg zur Lebensversicherung von Las Vegas, dem Hoover Dam. Hier wird der Colorado River zum Lake Mead aufgestaut und nebenbei Energie für Arizona, Nevada und Los Angeles, CA gewonnen. Außerdem kann man hier seine Yacht ausfahren, wenn man denn eine hat. Wir wolten allerdings nur ein paar Fotos machen und wieder gehen. Wir passierten also problemlos die Sicherheitskontrolle und machten unter anderen folgende Fotos:

Auf dem Rückweg machten wir dann zu Markus Freude noch halt bei "In-N-Out Burger", sein letztes Mal, er war auch ganz traurig. ;)

Allerdings muss ich sagen, dass ich ihn nachdem ich auch mal dort gegessen habe verstehen kann, war für Fast-Food echt sehr lecker. :)

Abends gibt es in Las Vegas eigentlich nur eine Location, den bereits erwähnten "Strip". Der Abschnitt des Las Vegas Boulevard, der vom "Sahara" über das "Mirage" und "Bellagio" bis zum "MGM Grand" führt. Wer "Ocean's 11" gesehen hat sollte zumindest von den letzten drei Hotels mal gehört haben. ;) Dazwischen stehen noch Hotels wie das "Paris" und das "New York New York", die alle mit verschiedenen Attraktionen und, ganz wichtig, Casions aufwarten. Dazwischen stehen blinkende "McDonald's", Gift Shops und Autovermietungen. Und viele Menschen die bunte Zettel mit günstigen Angeboten von den Damen die nicht selber da stehen dürfen verteilen.

Strip

Der Las Vegas Strip

McD

blinkende McDonalds Schilder ueberall

Wir begannen damit uns nach dem Preis für eine Achterbahnfahrt im "New York New York" zu erkundigen, diese war uns mit $12,50 allerdings ein wenig zu teuer, und wir genossen lieber die kostenlosen "Fountains of The Bellagio", am besten ihr schaut einfach mal auf die Bilder oder die letzte Szene von Ocean's 11. :)

Gleich gegenüber kann man den hell erleuchteten Eifelturm besteigen, da allerdings auch das Geld kostet und wir geizig sind haben wir lieber von unten Bilder gemacht.

Eifelturm

Der Eifelturm vor dem Hotel Paris

atürlich haben wir die ganzen Hotels auch ausgiebig von innen begutachtet und man muss schon sagen, die sehen scheinen sehr nobel zu sein. Die Gestalten die teilweise in den Casinos anzutreffen sind machen allerdings einen ganz anderen Eindruck. Doch die Einkaufszentren im Stil einer italienischen Gasse im ?Caesar's Palace? machen auch das wieder wett, sehr interessant sind auch die halb-runden Rolltreppen im ?Mirage?, allerdings sollte man niemals ausprobieren, aus was die Marmorsäulen wirklich gemacht sind. Wenn man erstmal weiß, dass die nur aus Plastik und Holz gemacht sind platzt die Illusion von Las Vegas schnell wie eine Seifenblase...

Nachdem wir nun alles gesehen hatten ging's zurück ins Hotel, wo wir noch ein kühles Bierchen und einen leckeren Salat genossen um dann müde ins Bettchen zu fallen.

Der letzte volle Tag in Vegas wurde von einem Abschied überschattet, da Markus Flieger aber erst nachmittags um 5 ging konnten wir zunächst wie immer erstmal ausschlafen und im Coco's ein ausgiebiges Frühstück mit Rührei, Bacon und Pancakes genießen. Danach war wie am Vortag schon Pool angesagt und natürlich ein wenig packen.

Als es dann langsam Zeit wurde fuhren wir Markus zum Flughafen, luden ihn natürlich prompt am falschen Terminal ab und suchten währrend er eincheckte einen Parkplatz. Die 1,5 Kilometer vom, wohlgemerkt kostenlosen, Parkplatz zum Terminal waren auch schnell zurückgelegt und Markus war schon auf halben Wege durch die Sicherheitskontrolle. Dank der netten Dame davor konnte er sich dann aber doch nochmal kurz aus der Schlange befreien um sich von uns zu verabschieden, *schnüff*.

Leider war für ein abschließendes Gruppenfoto keine zeit mehr, aber wir haben ja noch dieses:

Christian und ich gingen danach erstmal einer echt wichtigen Beschäftigung nach und suchten eine Mall auf, in der es schön viele günstige Klamottenläden gab. Blöd nur dass wir zumindest bei Klamotten einen ähnlich Geschmack haben, aber das Polo-Shirt gab's glücklicherweise zweimal. Vom vielen Shoppen hungrig geworden, fuhren wir gegen Abend zum "Wild Wild West", und ließen uns einen günstigen Burger, sowie warmen Apfel- bzw. Schokokuchen schmecken. Die Bedienung war so nett, dass wir aus den Krümeln auf dem Teller sogar noch einen netten Smiley machten. :D

Nachts gings nochmal über den Strip zum Fotos machen. In der Nebenstraße durch die wir extra für Max zurüück liefen war es übrigens bis auf das "Hilton" absolut ausgestorben. Wenigstens ist der Marmor da mehr oder weniger echt...

Am letzten Tag in Vegas stand nun noch Poker-Karten kaufen auf dem Programm bevor wir die Stadt endgültig verlassen konnten und uns auf den Weg nach Phoenix, AZ machten.

Geschafft

Sep 2, 2006 • fly.floh • USA 2006

Als nächstes haben wir uns den Grand Canyon vorgenommen. Da wir ja versuchen die ganze Tour ein wenig alternativ zu verbringen haben wir uns für die (längere und deswegen deutlich weniger besuchte) Nordroute entschieden.

Die Nacht haben wir auf dem letzten freien (7 Minuten bevor wir angekommen sind ist doch noch jemand abgereist) Campingplatz im NP verbracht (dass wir dann frühs eher loskommen). Naja, wie immer schön ausschlafen, Zelt einpacken, dann noch 'ne Stunde warten, weil die Mittagspause hatten und schon um halb 2 hatten wir unsere Backpacking Permit und durften uns auf den Weg nach unten machen. Der gute Mann hat uns nochmal gefragt, ob wir wirklich so spät noch losmachen wollen und uns empfohlen am nächsten Tag um 5 (wohlbemerkt frühs) aufzustehen, da man so circa 8 Stunden einplanen sollte. Wir haben es alle geschafft uns das lachen zu verkneifen, sonst hätte er uns vielleicht doch nicht gelassen. Wir und um fünf aufstehen??? ;-)

Also haben wir uns dann, zu einer Zeit in der normale Leute gerade oben ankommen, auf den Weg zum Bright Angel Campground gemacht. Leider musste Markus, der doch schon fast Ami ist, natürlich mit allen möglichen Leuten Small-Talk halten, so dass wir es natürlich nicht erwartungsgemäß im Hellen nach unten geschafft, aber diesmal waren wir ja vorbildlich mit Taschenlampen ausgerüstet :)

6,5 Stunden später haben wir es dann geschafft und haben uns direkt überlegt wieder umzudrehen, denn statt eines gottverlassen Campingplatzes (so wie wir es erwartet hatten) türmten sich vor uns Bungalows mit Betten drin und eine Schankwirtschaft auf. SCHEIßE!

Immerhin war der Campingplatz dann noch ein paar Meter weg, so dass wir dann doch noch unsere Ruhe hatten. Markus ist übrigens noch kein ganzer Ami: Er hat sich am meisten von uns allen über die Kneipe aufgeregt...

Aber mit 'ner Portion Nudeln und dem Rest von unserem Canadian Mist hat der Abend dann doch noch ein gutes Ende gefunden.

Ich hab den Sternenhimmel noch ein wenig genossen, was dazu geführt hat, dass die anderen sich schonmal im Zelt fett gemacht haben und ich mich dazu entschlossen habe dann direkt draußen zu schlafen. Da es angeblich Klapperschlangen, Taranteln und Skorpione geben sollte hab ich mich dann auch für die nicht-auf-dem-Boden-schlaf-Variante entschieden.

Christians Schlafsack auf unserem Fruehstueckstisch

Christians Schlafsack auf unserem Fruehstueckstisch

Am nächsten früh sind die beiden dann natürlich pünktlich um 10 aufgestanden, dann frühstücken, nochmal gemütlich zum Colorado River runter gehen (ca. 1 km) und noch ein wenig im Bright Angel Creek baden. Also alles zusammen sind wir dann gegen dreiviertel 12 losgewandert.

Colorado River

Der Colorado

Baden

Baden im Bright Angel Creek

Ein paar Zwischenstops und 4 Stunden später sind wir dann am Cottonwood Campground angekommen. Die einfache, flache Hälfte hatten wir also geschafft...

Also erstmal ausgiebig Mittagessen: Klöpsschen (Christian) / Böfsteak (Flori und Markus) / Frikadellen (für die Wessis) und 30 Grad warmer Eisbergsalat. Naja, hauptsache was im Magen, das schwere Stück hatten wir ja schließlich noch vor uns.

Also weiter gings. Als nächstes stand die Limonade auf dem Plan (das Foto ist vom Vortag).

Limo

Limo

Leider war diesmal nur noch der festinstallierte Wasserhahn da :( Also nächstes Ziel der Wasserfall, die Kraft ließ langsam nach und irgendwie musste man sich ja motivieren.

Und weiter ging es, immer bergauf, Schritt für Schritt vorwärts, vorbei an interessanten Wegführungen und steilen Abhängen. Aber wir haben es geschafft, das nächste angepeilte Ziel war die Brücke, da erstmal Pause mit Wasser und Power Bar. Von jetzt noch ca. Eine Stunde bis zum Auto...

Blöd nur, dass wir uns ein wenig vertippt und doch eine anderthalbe Stunde gebraucht haben. Naja, ca. 20:30 mehr oder weniger vollkommen am Ende unserer Kräfte die letzte Kurve, von da nur noch ein kleines Stück gerade aus und schon waren wir am Auto, dem langersehnten Ziel für diesen Abend.

Dann sind wir nochmal zum Campingplatz gefahren, Sachen waschen und Nudeln kochen, sehr lecker und echt genau das worauf wir uns alle die letzen Wegstücken gefreut haben. Geschlafen haben wir auf einem andern Zeltplatz, da der im NP doch recht teuer war.

Also Fazit: Der gute Mann hatte Recht, wir haben sogar 9 Stunden gebraucht. Man sollte halt doch auf die Leute hören und nicht in der vollen Mittagssonne loslaufen und in der Dunkelheit ankommen (zumindest nicht bei der Nordvariante, Süden soll kürzer sein, hatten wir dann aber keine Lust mehr drauf :P ).

Once upon a time in the american mid-west

Sep 2, 2006 • fly.floh • USA 2006

Nach den regelmaeszigen allmorgentlichen Startschwierigkeiten sind wir dann Richtung Mammoth aufgebrochen um einen Abschleppheini in der Naehe gluecklich zu machen. Dummerweise wollte der nette Amerikaner von unserer Autoversicherung auf der anderen Seite des Telefons einfach nix von einem Markus Fromm aus Portland, Oregon wissen. Da haben wir, so flexibel wie wir sind, kurz umdisponiert und die weltbekannten Mammoth Terraces besichtigt. Was auch gut haette gefallen koennen, wenn da nicht die ___ westdeutschen Touris waeren :P !!!!!

Schluszendlich haben wir uns dann doch wieder beruhigt und haben das Auto bestiegen um uns den weeeeiiiiiten Weg nach Gardiner hinab zu fuerchten. Drei Panikattacken spaeter standen wir hoffnungsvoll vor dem Car-Repair doch irgendwer hatte mit uns ganz andere Plaene. Wir muszten uns einfach damit abfinden, dasz wir dieses kulturelle und gesellschaftliche Zentrum nicht so schnell verlassen werden. Zumindest ist uns ein Hoffnungsschimmer geblieben, die Reparatur sollte nicht mehr als 100 Bucks kosten und 1300 des Folgetages abgeschlossen sein.

Da wir diese Herausforderung auch gemeistert hatten, muszten wir nur noch free wifi und vor allem Strom finden um die Zeit bis zum Abend todzuschlagen. Damit sich Christian, der als einziger nicht im Besitz eines Laptops befindet, nicht zu sehr langweilt, habe ich das Auto gleich mal neben dem hiesigen Puff geparkt. Zumindest liefen alle naselang sehr speziell gekleidete Osteuropaeerinnen an unserem Auto vorbei und gegen 1900 ist eine Type aufgeschlagen, der man kontakte zur russischen Mafia leicht unterstellen koennte. Das war dann auch der Zeitpunkt, an dem wir uns entschlossen hatten, doch die Ladekabel aus der Steckdose zu ziehen und unauffaellig das weite zu suchen.

Auszerdem hatte sich auch langsam aber sicher ein allgemeines Hungergefuehl breit gemacht und vor allem DURST!!!! Diesem neuen Problem liesz sich mit einem Bueffelburger und PBR (Pabst Blue Ribbon (wollte mal ein Bier werden), fuer alle nicht eingeweihten) fuer 'nen Buck das Pint Abhilfe schaffen, wenn da das Herz keine Purzelbaeume schlaegt. 7 Pint spaeter und leicht angetuetelt, haben wir uns dann auf die Jagd begeben, schlieszlich befanden wir uns ja immer noch auf der Suche nach einer Schlafmoeglichkeit. Es liesz sich auch schnell (reminder: das Kaff war nicht sehr grosz) eine Bar mit Livemusik finden. Christian und Flo(h) staumelten dann auch schnell nach ein paar Shots ins Vergnuegen, wohingegen ich es vorzog, in der Ecke zu stehen und Interessant auszusehen, was immernoch funktioniert. Immerhin leistete mir nach nicht all zu langer Zeit eine nette Amerikanerin Gesellschaft. Wie sich im folgendem Gespraech, dessen genauen ablauf widerzugeben ich nicht mehr im Stande bin, herausstellte, war sie sehr gut mit dem Besitzer der Bar befreundet. Jeder der sich jemals in der gleichen Situation widergefunden haben sollte, weisz was das zu bedeuten hat. JA, Freigetraenke und als Deutscher musz dann der Jaegermeister herhalten^^. Dummerweise verflog die Zeit schneller, als wir trinken konnten und da in Amerika gegen 0200 der Ausschank alkoholischer Getraenke eingestellt werden musz, eroeffnete Kathy mit den Worten, You're in big trouble, die Afterparty. Was fuer bedeutsame Worte, aber davon spaeter.

Mittlerweile haben sich auch Christian und Flo(h) wieder eingefunden und die The Packway Handle Band (www.packwayhandle.com) , lustige Kunden aus Athens, Georgia, leisteten uns auch noch Gesellschaft. Waehrend wir uns nun zu dritt um Kathy bemuehten, reifte beim Rest der Partygaeste die Idee, doch eine Runde schieszen zu gehen, worauf sich eine Grundsatzdiskussion ueber den Sinn oder dessen Fehlens bezueglich Waffen im Allgemeinen anschlosz. Im Rueckblick glaube ich, wir haben uns eine Freundin gemacht und viele Feinde. Und wo wir grad von Feinden sprechen, es gibt natuerlich auch immer den Typen, der nie wirklich zum Zug gekommen ist und deshalb niemanden auch nur einen netten Blick von seiner Angebeteten goennt. Genau dieser Typ hat auch an diesem Abend nicht mit Abwesenheit geglaenzt und der vielversprechende Abend, zumindest sah es so aus, dasz wir auch das Schlafplatzproblem von der to-do-liste streichen koennen, sollte in einer ?Tragoedie? enden. Also dieser Typ, nennen wir ihn mal Jack, hatte den ganzen Abend mit Provokationen nicht gespart und mir war ziemlich klar, worauf er abziehlte. Nur wollte ich ihm den Spasz nicht goennen und habe mich in keiner Weise auf sein idiotisches Spiel eingelassen, bis zu dem Moment, als er mir direkt ins Gesicht schlaegt und versucht mich an meinem T-Shirt durch den Garten zu ziehen. Langer Rede kurzer Sinn, uns wurde dann freundlich aber unmiszverstaendlich nahe gelegt zu gehen. Zum Glueck ist die ganze Angelegenheit auch ohne koerperliche Schaeden von sich gegangen. Gut, Christian und mir tut immer noch der Kiefer weh, aber wir wollten eh nich so viel essen.

Nach einer erneuten Nacht in unserem Auto haben wir am naechsten vormittag die Bremsanlage reparieren lassen und ich habe drei Kreuze gemacht als wir Gardiner wieder Richtung Zivilisation verlassen konnten.

MF

City of Rocks

Aug 26, 2006 • Christian • USA 2006

Naja, irgendwie haben wir es dann doch überstanden (auch wenn Markus und ich immer noch ein paar Schmerzen verspüren, aber das wird hoffentlich wieder, muss ja :-) ).

Also unser nächster Punkt war dann City of Rocks, schließlich hab ich mir ja nicht umsonst neue Kletterschuhe und einen Gurt gekauft...

Los gings Richtung Mammoth, da nochmal schnell an die Telefonzelle und bei Continental angerufen und da die große Überraschung: Mein Rucksack wurde gefunden, JUHU!!! Jetzt ist er zwar in Portland, aber wenigstens wieder da...

Also ab durch den YNP, nochmal an paar Attraktionen vorbei und dann ab auf den Highway. Da es ziemlich warm war (und es auf den NP-Campingplätzen und bei uns im Auto keine Dusche gibt) haben wir uns zwischendurch überlegt nochmal schnell irgendwo ins Wasser zu springen. Am Straßenrand liefen ein paar Jungs in Badehosen und mit Reifen lang, also Vollbremsung, umwenden und Auto am Straßenrand abstellen. Dass es sich gelohnt hat könnt ihr euch bestimmt gut vorstellen, wenn ich sage, dass es tausendmal cooler war als es auf dem Foto rüber kommt.

Da Amis nett sind haben sie uns dann auch mal ihre Reifen ausgeliehen und wir sind noch voll cool geraftet.

Doch dann mussten wir leider weiter, durch die wohl mit spannendste Gegend der Welt (wer das Lied "Let there be Rock" von Tocotronic kennt muss sich nur mal die ersten Zeilen anhören!) Richtung Süd-Idaho.

Irgendwann gegen halb 3 sind wir dann nach einigen Kilometern Schotterpiste (es war eine offizielle Straße!) im City of Rocks (National Reservation, also sowas wie ein Nationalpark) angekommen. Es sprangen auch noch ein paar Tiere rum, erwischt habe ich aber keine (unsere Bremsen funktionieren zum Glück ja wieder richtig...). Die Hasen haben übrigens 4:3 gegen die Vögel gewonnen, naja irgendwie muss man sich ja wachhalten...

Am nächsten früh gabs dann Besuch von einer Rangerin und da ich als einziger schon aufgestanden war hab ich alles mit ihr geklärt (juhu, mein Englisch ist doch besser als gedacht).

Irgendwann sind die anderen dann auch aufgestanden und wir sind erstmal ins Park-Office und haben uns 'nen KletterFührer organisiert und uns paar schöne Felsen und Wege rausgesucht.

Kletterfuehrer

Markus, Christian und der Kletterfuehrer

Klettern

Endlich wieder klettern

Wer uns kennt kann sich aber bestimmt gut vorstellen, dass wir uns dann spontan doch noch umentschieden haben und was anderes geklettert sind :)

Aber es war einfach nur geil! Die Aussicht war überwältigend und der Weg hat auch mehr oder weniger Spaß gemacht (hmm, irgendwie bin ich ein wenig aus der Übung und dann braucht man immer doppelt so lange und doppelt so viel Kraft...)

Und ich hab noch meine gute 1-Dollar-Store-Sonnenbrille beim klettern verloren (ging teilweise ganz schöner Wind), aber glücklicherweise wiedergefunden.

Nach zwei Wegen geklettert und langem hin-und-her haben wir uns dann umgeguckt, und 'nen schönen Fels rausgesucht, uns mit Kletterzeug, Rucksack und Bier bewaffnet und sind einfach mal drauflos geklettert. Irgendwie und wann waren wir dann auch oben und es hat sich wirklich gelohnt. Dann da oben gemütlich rumgesessen und Bierchen getrunken. Flori hat sich aufgeregt, dass wir ernsthaft drüber nachgedacht haben wie wir Wasser in unsere Pools bekommen und wie man es am besten anstellt, dass dieses dann auch noch schöne Badetemperatur hat. Aber die Idee war auch wirklich toll ;)

Pool

Mit Bier am Pool

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Der einzige Nachteil war nur, dass wir ein wenig lange rumphilosophiert haben, so dass es dann langsam kälter und (was deutlich schlimmer war) dunkel wurde. Leider war es scheinbar auch kein ganz offizieller Gipfel, aber wir haben trotzdem was zum Abseilen gefunden und zum Glück hat Markus ein 70-Meter-Seil, so dass wir mit zweimal abseilen dann sogar wieder festen Boden unter den Füßen hatten...

Den Abschluss des Tages bildete dann ein kleines Feuer mit Büffelsteak. Doch da es angefangen hatte zu stürmen haben wir uns aber nur aufs essen und Bier austrinken beschränkt.

Freitag früh sind wir dann nochmal auf den Elephant Rock, wobei Flori vorgestiegen ist und sich echt gut angestellt hat. Ich kann also doch noch was nachsteigen wenn Markus dann weg ist ;)

Elephant Rock

Climbing Elephant Rock

Elephant Rock

Climbing Elephant Rock

Bergkameraden

Bergkameraden...

Kommentar hierzu: Flori steigt vor, Markus “hält den Strick” und ich mache die Beweisfotos für die Versicherung ;) Wer mehr dazu wissen möchte, der sei an dieser Stelle auf ein sehr schönes Lied von Tommi Bums und den Rembels verwiesen. Schöne Grüße hierbei an alle, die schonmal mit uns klettern waren :P

Gegen Mittag haben wir dann unseren Trip Richtung Süden fortgesetzt, wobei wir noch einen kleinen 25 km Umweg (für hier ist das keine Entfernung!) gemacht haben, weil es unser Auto auch als Dorf gibt:

Plymouth in Plymouth

Plymouth in Plymouth

Naja, dann noch kurz duch Salt-Lake-City, wobei wir vergeblich versucht haben an den See zu kommen und dann weiter zum Arches NP. Vorhin waren wir auch nochmal schnell auf 'nem Campingplatz zum duschen (alle paar Tage muss das schonmal sein) und mal schnell die neusten Beiträge online stellen und Mails lesen (die hatten zum Glück keinen Nachtwächter :P ).

Und jetzt sind wir um halb 3 (25.08.06) auf dem Weg zum Campingplatz im NP (die sind viel billiger, haben dafür aber kein Strom und Wasser) und Markus versucht die Tierwelt leben zu lassen und testet deshalb immer mal wieder die Bremsen...

Soweit erstmal, cia Christian

PS: Die Bilder werden demnächst dann eingestellt, müssen noch schick gemacht werden und Flori schläft gerade und wir wollen auch gleich weiter...

Yellowstone NP

Aug 25, 2006 • fly.floh • USA 2006

Okay manche Leute hätten sich geärgert: Geht das Auto schon wieder kaputt, damn! Haben wir auch, aber nur kurz. Wir haben uns aber auch gefreut, dass die Bremsen nicht nen Kilometer vorher kaputt gegangen sind, sondern erst als wir auf den Zeltplatz eingebogen waren. Schwein gehabt!

Nett wie wir sind haben wir direkt noch zwei Amerikanern dabei geholfen ihr Auto von ihrem Anhänger zu laden. Daraufhin haben uns Adam und Christie - so heißen die beiden - angeboten am nächsten Tag mit uns durch den Yellowstone NP zu fahren. Außerdem haben wir alle eine ganze Weile in den heißen Quellen von Mammouth Hot Springs gesessen und das eine oder andere Bier getrunken, war sogar für amerikanische Verhältnisse echt gutes Bier :).

Adam, Christian, Markus und Christie

Adam, Christian, Markus und Christie

Heisse Quellen

Heisse Quellen

Am "Eingang" der heißen Quellen stand ein Schild auf dem die Badezeiten ausgewiesen waren. Man muss sich das vorstellen: Mitten in der Wildnis, natürliche heiße Quellen: Aber pünktlich um 9 wird das Wasser abgestellt? Oder wie soll man sich das vorstellen? Natürlich wird das Wasser nicht um 9 abgestellt, wir saßen schließlich bis 10 darin. Auf dem Rückweg zum Zeltplatz luden wir uns noch ein wenig mit Feuerholz voll, um dann extra für Markus unser erstes richtiges Campfire zu machen.

Beim Essen (Reis mit Tomatensauce) wurden auch die Reste unseres 5l Wein-Kanisters vernichtet.

Früh am nächsten morgen, ich glaube es war um 9 oder halb 10, klingelte der Wecker, schlielich wollten wir ja den Park besichtigen. Also ab in Adams wirklich riesigen Dodge-Van, und los geht?s.

Der Nationalpark strotzt nur so vor Thermalzonen mit verschieden großen Geysiren, dampfenden Quellen mit kochendem Wasser und Schwefelgeruch. Dazwischen finden sich viele Büffel und Elche.

Allerdings ist es nicht wirklich überall spannend:

Der erste Stop ist "Roaring Mountain" ein dampfender und qualmender Berg, auf der anderen Straßenseite tummeln sich Bisons.

Roaring MT

Roaring MT

Mit mehreren Zwischenstops an heißen Quellen und anderen Geyisren geht?s dann zur weithin sichbaren Hauptattraktion des Nationalparks: "Old Faithful" einer der höchsten regelmäßigen ausbrechenden Geysire der Welt.

Old Faithful spuckt sein Wasser ca. 15m hoch und bricht im Schnitt alle 90 Minuten aus.

Für den faul gewordenen Halb-Amerikaner wie uns ist Old Faithful durch einen zweispurigen Highway erschlossen, es gibt einen Parkplatz, der sich vor dem MTZ-Parkplatz nicht verstecken muss, Milllionen von Eis- und Souvenir-Ständen und zwei Bankreihen, dass man währrend des ganzen Specktakels bloß nicht stehen muss.

Old Faithful, der Parkplatz

Old Faithful, der Parkplatz

Also Reihen wir und zwischen fetten Amerikanern und fast so dicken Deutschen in der Schlange vom Eisstand ein und kaufen uns für (nur!) $2,95 ca. 10 Kugeln Eis, große Kugeln. Danach bewegen wir uns unglaubliche 100m über den Parkplatz und haben noch ca. 20min bis zum Specktakel. Also machen wir mal einen auf Europäer, man könnte auch Naturliebhaber sagen, und wandern noch auf den Aussichtspunkt hoch und verpassen natürlich prompt die alle 90 Minuten wiederkehrende Sensation.

Verpasst

Verpasst

Also nochmal warten. Dann laufen wir eben noch den Rest der Attraktionen ab, hatten wir ja sowieso vor. Auf dem Weg treffen wir noch ein paar Büffel und sehen eine ganze Menge heiße Quellen und Geysire.

Glücklicherweise gibt es mit steigender Entfernung von der Hauptattraktion auch immer weniger fettige Touris. Antiproportionalität quasi. Langsam wird die Zeit aber doch knapp und da wir Old Faithful nicht nochmal verpassen wollen machen wir uns auf den Rückweg und kommen ca. 10 Minuten zu früh dort an, ergattern noch einen Erste-Reihe-Sitzplatz und das gebannte warten geht los. Fehlt eigentlich nur noch die Werbung vorher, wie im Kino oder so.

Wenigstens gibt es den Eismann, damit die armen Amerikaner in den 3 Minuten, die Old Faithful für seine Show braucht nicht verhugern. Ist ja schließlich schlimm genug, dass die ganze Sache so unregelmäßig statt findet (alle 75-210 Minuten).

Old Faithful

Es geht los, Old Faithful bricht aus

Old Faithful

Old Faithful, vor strahlend blauem Himmel

Danach noch schnell ein paar Postkarten ergattern und auf dem Highway zurück zum Zelplatz.

Nach kurzer Pause geht's dann in das Dörfchen Mammoth zum Abendessen. Klassisch Amerikanisch: Hamburger! Von hübscher, polnischer Bedienung. :) Und natürlich Soda mit Free-Refills.

Als es dunkel wurde sind Adam und Christie dann zurück zum Zeltplatz, wir blieben noch eine Weile und entschieden uns den heißen Quellen noch einen Besuch abzustatten. Zum Glück war es bereits weit nach Badeschluss und die braven Amerikaner hatten die Quellen schon wieder verlassen, denn wie so oft hatten wir keine Badehosen zur Hand. Da es rund um Yellowstone nur das kleine Kaff Gardiner (dazu später noch mehr) gibt, konnte man aus den heißen Quellen so gut wie jeden Stern sehen, den es im Universum gibt. Auch einige sehr schöne Sternschnuppen konnte man sehen, die teilweise so groß waren, dass sie in der Luft zerbrochen sind.

Danach (nach 12Uhr) ging es mit der Weinflasche bewaffnet auf den naheliegenden Hügel, mehr Sterne gucken.

Für den nächsten Tag hatten wir feste Pläne: Auto reparieren lassen und weiter fahren. Da wir wie so oft ausgeschlafen haben verpassten wir die Herde Elche, die am Zeltplatz vorbei zog. Deswegen mussten wir sie später nochmal Fotografieren gehen. Christian hatte sie glücklicherweise auf der Suche nach einem Stock wiederentdeckt.

Auf dem Weg zum Klo, treffe ich auf einen alten Amerikaner, der mich fragt ob ich die Schlange weg geräumt hätte. Ich antworte mit einem verschlafenen: "Schlange"? Woraufhin er verstört guckt und zu dem Schluss kommt er müsse mich verwechselt haben. Hat er auch, nämlich mit Christian. Dieser zeigt mir die Schlange, die er neben den Weg auf einen Stein gelegt hatte, mit dem von den Elchen geklauten Stock.

Schlange

Snake

Im Auto gings dann in Richtung toller Erlebnisse in Gardiner, Montana. Doch dazu im nächsten Beitrag mehr.

Seattle

Aug 25, 2006 • fly.floh • USA 2006

Auf der Durchreise vom Olympic NP nach Spokane fuhren wir durch die nette, "kleine" Stadt Seattle. Seattle hat ein großes Problem: Parkplätze sind selten, sehr selten. Und wie seltene Dinge nunmal so sind auch extrem teuer. Doch geübte Geizhälse wie wir finden überall kostenlose Parkplätze, wozu haben die Amis denn zwei riesige Stadien direkt nebeneinander. Auf dem Weg von dort in die Innenstadt halten uns auch Zäune und Tore nicht auf, doch dazu später mehr.

Downtown Seattle ist eigentlich recht nett, sehr lohnenswert ist auch der Gang über die Waterfront, Seattles Innenstadt liegt direkt am Meer. Wenn das Wetter passt wird man mit einem einmaligen Blick auf die Olympic Mountains belohnt. In der Innenstadt selbst gibt es nette Bars und Lokale. Doch zunächst lohnt es sich durch den leider schon geschlossenen Markt zu gehen.

Auf dem Weg von der Bar zum netten Restaurant kamen wir an einem schönen Altersheim vorbei, auf dem Fußweg daneben findet sich dieses Schild:

Senior Citizen Xing

Senior Citizen Xing

Im Restaurant wurden wir dann selbst wenn man deutschen Service gewohnt ist verdammt schlecht bedient, der "Free-Refill" wurde nichtnur mit bösem Blick sondern auch ordentlich donnernd auf den Tisch gestellt. Das riesige Omlett war trotzdem lecker :)

Auf dem Rückweg zum Auto haben wir die unglaubliche Straße die unter einem Haus durch führt gesehen, was Straßenbau anhgeht sind die Amis sowieso ein klein bisschen krank. In Seattle gibt es mehrstöckige Highways, die Ausfahrten auf der linken Seite haben, die dann über verschiedene Brücken und Tunnels zu anderen Straßen führen.

Hochhaus-Express

Hochhaus-Express

Strasse mit 3 Etagen

Strasse mit 3 Etagen

Nunja weiter vorbei am Bahnhof (ja auch sowas gibt?s hier ;)) zurück zum Auto. Unaufhaltsam bewegen wir uns auf ein Tor zu was uns vom Auto trennt, doch dieses ist selbst mit Flip-Flops kein Problem. Ohne leider schon.

Die folgende Nacht sind wir dann wie schon berichtet nach Sponkane weiter gefahren und von dort weiter zum Yellowstone NP, den wir gerade während ich diesen Text schreibe verlassen.

Olympic NP

Aug 19, 2006 • fly.floh • USA 2006

Nachdem wir Portland verlassen haben, melden wir uns nun aus direkter Nachbarschaft zum Yellowstone NP, direkt im Nichts. Auf dem Weg hierher haben wir allerdings noch eine kleine, zwei-tägige Pause im Olympic National Parc eingelegt. Von einer Pause kann man allerdings eher nicht sprechen, da uns nun alles (hauptsächlich die Beine) weh tut. Als wir im Olympic NP ankamen, hatten wir erstmal ein Problem: Einen platten Reifen. :( War allerdings, dank der freundlichen Hilfe einer Park-Rangerin und ein paar Amerikanern, schnell gelöst. Schließlich gibt?s Ersatzreifen. Nachdem das also kein Problem mehr darstellte beschlossen wir einen "kleinen" Spaziergang zu machen.

Christian beim Reifenwechsel

Christian beim Reifenwechsel

Wir suchten uns also einen netten Berg am Horizont heraus, schauten auf der Karte nach dem Weg und liefen los. Auf diese Weise entschieden wir uns für den 35 Meilen (46 Kilometer) Spaziergang, mit luxuriöser Zeltübernachtung auf einem ca. 2.300 Meter hohem Berggipfel bei ca. 4°C.

"Unser" Berg aus der Ferne

"Unser" Berg aus der Ferne

Ein kleines Waldbrandgebiet auf dem Weg

Ein kleines Waldbrandgebiet auf dem Weg

Ein wenig Aussicht

Ein wenig Aussicht

Noch mehr Aussicht

Noch mehr Aussicht

Wer findet das Tier?

Wer findet das Tier?

Ja das ist Schnee ;)

Ja das ist Schnee ;)

Am späten Nachmittag erreichten wir den netten Sattel auf dem Bild, der für geübte Kletterer wie uns natürlich kein Problem darstellte (dass wir keinerlei Sicherung mit hatten müssen wir ja nicht erzählen :O) ).

Scheiss Höhenangst

Scheiss Höhenangst

Es folgte ein steiles Geröllfeld, dass es quer zum Hang zu durchqueren galt, nach 17 Meilen eine echt anstrengende Sache, vorallem da wir rennen mussten, aber man sieht, dass es sich echt gelohnt hat:

Sonnenuntergang

Sonnenuntergang

Die Nacht auf "unserem" Berg, gestaltete sich sehr kalt, doch leckere Nudeln mit Tomatensuppe und Honig-Melone rundeten das ganze ab.

Lecker

Lecker :)

Der Abstieg vom Berg am nächsten Tag erfolgte wieder über einen Sattel mit sehr imposanter Aussicht, am besten ihr schaut einfach mal auf die Bilder:

Blick vom Sattel nach links

Blick vom Sattel nach links

Blick vom Sattel nach rechts

Blick vom Sattel nach rechts

Nach dem Sattel fanden wir einen schönen See zum Baden. Nicht zu warm, da gut klimatisiert. :) Man könnte auch sagen Arschkalt, weil vom Schneefeld darüber gespeist. Wir hatten zwar keine Badesachen dabei, aber da ausser uns niemand da war, war das echt egal. Zumal wir ein paar Tage vorher in der Nähe von Portland neben einem Highway nackt baden waren (was übrigens verboten ist und erstmal eine Festnahme zur Folge hat, falls man erwischt wird). Der Badesee war auch eine wilkommene Trinkwasserquelle.

Badesee

Badesee

Der weitere Weg führte über Grand Pass und durch ein Flusstal zurück zum Auto.

Grand Pass mit Blick zurück auf unseren Berg

Grand Pass mit Blick zurück auf unseren Berg

Bei der Ankunft wurden wir von drei netten Rehen begrüßt, die neben dem Parkplatz auf der Wiese rumstanden.

Die folgende Nacht verbrachten wir im Auto, bevor wir dann tagsüber neue Reifen kauften. Am Ende dieses Tages ging es dann nach Seattle (leckeres Essen und schlechter Service, mehr dazu später mal) und nachts weiter nach Spokane (wo wir wieder im Auto schliefen). In Spokane erledigten wir noch ein paar Einkäufe bevor wir heute auf einen Zeltplatz neben Yellowstone weiter fuhren, was schlappe 600 Milen (960 Kilometer) waren.