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Halbmastwurf

Concepcion

Es ist 4 Uhr morgens und mein Wecker klingelt. Wer hatte die bloede Idee, diesen Vulkan zu besteigen? Ich quaele mich aus dem Bett und zur Bar des Hostels. Es gibt Sandwiches zum Fruehstueck. Um 5 steigen wir in den Bus zum Trailhead. Der Bus hat Verspaetung und bis wir los laufen ist es halb 6. Sandfliegen fressen uns quasi auf, die Howler Monkeys sind auch schon auf den Beinen.

Wir stoppen immer wieder um Pflanzen und Tiere anzuschauen und so dauert der Aufstieg durch den Urwald etwa 5 Stunden. Dann lichtet sich der Wald und wir kommen in etwa 1000m Hoehe am Lookout an - endlich. Von hier sind es nur noch 600 Hoehenmeter ueber Vulkangestein und Geroell bis zum Gipfel.

Der Wanderweg wird zunehmend steiler, aus den Loechern im Boden steigen Schwefeldaempfe, die alle moeglichen Insekten anziehen und hin und wieder verdecken Wolken die Aussicht. Schritt fuer Schritt kaempfen wir uns nach oben, ausser unseren Schuhen auf dem Stein und dem eigenem Atem gibt es kein Geraeusch. Der Wind bringt mehr Schwefelgeruch. Concepcion ist zwar ewig nicht ausgebrochen, trotzdem gilt er als aktiv.

Als wir den Gipfel endlich erreichen ist es halb 12. Die Aussicht ist genial, man sieht bis zum Mombacho der bei Granada steht. Leider sind am Gipfel so viele Insekten, dass wir nur schnell ein paar Fotos machen und dann schon den Abstieg antreten.

Wir gehen den gleichen Weg zurueck. Der Abstieg ist zwar weniger anstrengend, aber es dauert trotzdem fast genauso lang. Vorsicht ist auf den steilen Steinen geboten. Kurz oberhalb des Lookouts kommen uns ein paar Amis entgegen. Wir unterhalten uns eine Weile. Sie wollen noch zum Gipfel.

Wieder am Lookout machen wir eine weitere Pause. Ein Bier waere jetzt toll, dummerweise habe ich keins mit. Naja, ich freue mich einfach auf Moyogalpa und einen grossen Bananen-Milk-Shake. Und danach Bier. Genauso kommt es dann auch. Mit Matthieu mache ich mich zum Ausklang des Tages auch ueber die Nica Libre fuer 15 Cordoba her. Viva la revolucion!